Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Immobilienpreise steigen

Kroatien: Immobilien werden für Familien immer unleistbarer

Kroatien: Immobilien werden für Familien immer unleistbarer
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Kroatiens Küste wird zum Luxusgut – und wer sich das Meer nicht leisten kann, weicht ins Landesinnere aus.

Die Immobilienpreise in Kroatien klettern weiter nach oben – besonders entlang der Adriaküste sind die Märkte für Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen längst kaum noch erschwinglich. Laut den jüngsten verfügbaren Daten des kroatischen Statistikamts stiegen die Wohnimmobilienpreise an der Adriaküste im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,6 Prozent. Im Vergleich zum vierten Quartal 2025 verteuerten sie sich um weitere 2,3 Prozent. Städte wie Dubrovnik, Opatija und Rovinj zählen mittlerweile zu den kostspieligsten Standorten des Landes.

Preise in Dubrovnik

In Dubrovnik treffen eine hohe Nachfrage – zunehmend auch von ausländischen Käufern – und ein knappes Angebot aufeinander. Davorin Kresic, Inhaber einer Immobilienagentur, beschreibt die Lage deutlich: „Neubauimmobilien kosten längst mehr als 6.000, 7.000 und sogar 8.000 Euro pro Quadratmeter.“ Ältere Wohnungen sind zwar etwas günstiger, bewegen sich aber dennoch zwischen 4.000 und 6.000 Euro pro Quadratmeter. Verschärft wird die Situation durch einen anhaltenden Mangel an neuem Wohnraum bei gleichzeitiger Konzentration auf das Luxussegment.

Binnenland als Alternative

Wer auf der Suche nach leistbaren Alternativen ist, wird zunehmend im kroatischen Binnenland fündig. Im Binnenland rückt unter anderem Osijek stärker in den Fokus von Kaufinteressenten. Rund um Zagreb verlagert sich die Nachfrage zunehmend auf Satellitenstädte wie Samobor, Zaprešić und Velika Gorica. In Samobor liegen die Quadratmeterpreise derzeit bei rund 3.500 Euro. Doch auch dort dürften die Preise weiter steigen. Branchenexperten rechnen damit, dass der Quadratmeterpreis in den Städten rund um Zagreb in einigen Jahren nahe an die Marke von 5.000 Euro heranreichen könnte.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen