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Rücktritt

ORF-Stiftungsrat kapituliert nach Ultimatum aus der Steiermark

ORF-Stiftungsrat kapituliert nach Ultimatum aus der Steiermark
Foto: iStock, epa/ANNA SZILAGYI
2 Min. Lesezeit |

Erst Trotz, dann Rückzug: Thomas Prantner legt sein ORF-Stiftungsratsmandat nieder – nach einem entscheidenden Gespräch mit Landeshauptmann Kunasek.

Im ORF-Stiftungsrat hat es einen überraschenden personellen Wechsel gegeben: Thomas Prantner, der steirische Vertreter in dem Gremium, legte sein Mandat mit sofortiger Wirkung nieder. Noch wenige Tage zuvor hatte er öffentlich bekräftigt, trotz der gegen ihn erhobenen Vorwürfe an seinem Posten festhalten zu wollen.

Der frühere ORF-Manager war in den Tagen vor seinem Rücktritt zunehmend in die Defensive geraten. Im Raum standen Anschuldigungen, die von politischen Einflussnahmen bis hin zu Grenzüberschreitungen gegenüber einer Mitarbeiterin reichten. Konkret wurden ihm politische Interventionen, die Annahme von Personalwünschen der FPÖ sowie unpassende Äußerungen vorgeworfen. Ein Verfahren vor der Gleichstellungskommission gegen Prantner war bereits 2021 eingestellt worden. Der Redaktionsausschuss des ORF hatte ihm in dieser Situation bereits das Misstrauen ausgesprochen.

Wachsender Druck

Einen Tag vor dem Rücktritt hatten die Spitzen der steirischen Oppositionsparteien SPÖ, Grüne, NEOS und KPÖ im Steirischen Landtag seinen Abgang gefordert und weitere Anfragen sowie zusätzliche Enthüllungen angekündigt. Ein von der SPÖ in Auftrag gegebenes Gutachten kam dabei zum Ergebnis, dass eine Abberufung eines Stiftungsratsmitglieds grundsätzlich rechtlich möglich wäre.

Laut einem Bericht von krone.at fiel die endgültige Entscheidung nach einem weiteren Gespräch mit dem steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek. Dieser habe Prantner die entscheidende Frage gestellt, ob er seine Funktion zum Wohl der Steiermark noch vollumfänglich ausüben könne. Prantner entschied sich daraufhin, sein Mandat freiwillig zurückzulegen, bevor die Debatte weiter an Schärfe gewinnen konnte.

Kunaseks Reaktion

Landeshauptmann Kunasek erklärte im Anschluss an den Rücktritt, andere Stiftungsräte sollten sich an Prantners Schritt ein Beispiel nehmen.

Zivil- oder strafrechtliche Verfahren gegen den zurückgetretenen Stiftungsrat seien laut Kunasek nicht anhängig.

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KO KOSMO-Redaktion
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