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Versorgungskrise

Ostern in Gefahr? Leere Eierregale sorgen für Panik

Ostern in Gefahr? Leere Eierregale sorgen für Panik
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Leere Eierregale in Österreichs Supermärkten sorgen für Frust. Die europaweite Vogelgrippe-Krise trifft den Markt hart – und das ausgerechnet vor dem frühen Osterfest.

Die Vogelgrippe sorgt europaweit für leere Eierregale, und die Auswirkungen sind seit den Weihnachtsfeiertagen auch in Österreich deutlich spürbar. In vielen Supermärkten suchen Konsumenten derzeit vergeblich nach Eiern. Michael Wurzer, Geschäftsführer des österreichischen Geflügelwirtschaftsverbands, prognostiziert zwar eine allmähliche Verbesserung in den kommenden Wochen, dämpft jedoch die Erwartungen auf eine vollständige Normalisierung vor dem Osterfest.

Besonders Wien bekommt die Engpässe zu spüren, während die Versorgungslage in ländlichen Gebieten durch die Präsenz von Direktvermarktern etwas entspannter ist. Laut Wurzer wird sich die Situation österreichweit in den nächsten Wochen schrittweise verbessern. Dennoch erschwert der frühe Ostertermin in diesem Jahr die rechtzeitige Bevorratung mit ausreichend Eiern, nachdem die jüngsten Lieferengpässe die Bestände bereits stark reduziert haben.

Europaweite Auswirkungen

Obwohl österreichische Betriebe von der Vogelgrippe weitgehend verschont blieben, wirkt sich die europaweite Knappheit dennoch auf den heimischen Markt aus. Die zahlreichen Keulungen von Legehennen im Ausland haben preisgünstige Importeier zur Mangelware werden lassen. Wurzer erläuterte gegenüber der APA, dass Gastro-Großhändler daher vermehrt im Lebensmitteleinzelhandel einkaufen müssen: „Wenn die Großhändler überhaupt Eier bekommen, sind diese in der Regel sehr teuer.“ Die traditionell hohe Nachfrage während der Weihnachtszeit habe die Lagerbestände der Geflügelbetriebe zusätzlich belastet.

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Die österreichische Eierproduktion basiert auf 7,4 Millionen Legehennen, die jährlich rund 2,3 Milliarden Eier erzeugen. Mit einem Selbstversorgungsgrad von etwa 90 Prozent steht das Land zwar gut da, dennoch lassen sich Versorgungsengpässe wie die aktuellen nicht verhindern. „Wir können das Land zu 100 Prozent gar nicht versorgen, weil wir nach hohen Standards produzieren und manche Marktsegmente nach sehr günstigen Produkten verlangen, vor allem dort, wo es keine Kennzeichnung der Haltungsform gibt. In der Produktionsplanung müssen wir daher vorsichtig sein, weil die Gefahr besteht, dass wir die Eier in Österreich gar nicht absetzen können“, erklärt Wurzer.

Kapazitätsausbau geplant

Die Branche reagiert bereits auf die wiederholten Vogelgrippe-Ausbrüche – eine ähnliche Situation gab es bereits vor gut einem Jahr in Europa – und baut zusätzliche Kapazitäten auf. „Es ist schon gelungen, neue Betriebe zu finden, und die werden auch im Laufe des Jahres in Produktion gehen“, berichtet Wurzer. Er betont jedoch, dass dieser Prozess Zeit benötige, da „Stallbaugenehmigungen kompliziert“ und die Baukosten erheblich seien. Für viele Betriebe bedeute dies Investitionen in Millionenhöhe – „da muss man sich einmal drüber trauen“, gibt er zu bedenken.

Trotz der angespannten Versorgungslage müssen Verbraucher laut dem Branchenvertreter keine plötzlichen Preissprünge befürchten. Die Preisverhandlungen zwischen den großen Eier-Packstellen und dem Handel für das laufende Jahr seien bereits abgeschlossen und die Preise in der Regel „knapp kalkuliert“.

„Solche Zustände wie in den USA, wo ein Ei nach dem Ausbruch der Vogelgrippe plötzlich einen Dollar gekostet hat, kann es bei uns daher nicht geben.“

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KO KOSMO-Redaktion
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