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Gesundheit

Ozempic und Co.: Abnehmspritzen senken Krebsrisiko um 41 Prozent

Ozempic und Co.: Abnehmspritzen senken Krebsrisiko um 41 Prozent
FOTO: iStock/Douglas Cliff
2 Min. Lesezeit |

Neue Erkenntnisse im Kampf gegen Krebs: Abnehmspritzen übertreffen chirurgische Eingriffe bei der Krebsprävention für übergewichtige Diabetespatienten deutlich.

Adipositas und Diabetes erhöhen nachweislich das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen, die unter dem Begriff Adipositas-assoziierter Krebs zusammengefasst werden. Insgesamt stehen 13 verschiedene Krebsarten mit Fettleibigkeit in Verbindung, darunter Malignome (bösartige Tumore) der Brust, Prostata, Gebärmutter, Bauchspeicheldrüse, des Dickdarms, der Nieren und der Leber. Eine im Vorjahr publizierte Untersuchung konnte belegen, dass Patienten unter GLP-1-Medikation (Wirkstoffe, die den Blutzucker senken und Appetit reduzieren) ihr Erkrankungsrisiko bei 10 der 13 adipositasbedingten Krebsarten reduzieren konnten.

„Diese Medikamente fördern eine erhebliche Gewichtsabnahme und verringern so das mit Fettleibigkeit verbundene Krebsrisiko“, erklärte Hauptautorin Lindsey Wang von der Case Western Reserve University in Cleveland.

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Vergleichende Studien

Während Abnehmspritzen und bariatrische Eingriffe (operative Maßnahmen zur Gewichtsreduktion) als etablierte Therapieoptionen bei Diabetes und Adipositas gelten, war ihre vergleichende Wirksamkeit in der Krebsprävention bislang unerforscht. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse belegen nun, dass medikamentöse Therapien das Risiko adipositasbedingter Krebserkrankungen deutlich senken können – und zwar effektiver als chirurgische Maßnahmen zur Gewichtsreduktion.

Die Wissenschaftler untersuchten mehrere tausend adipöse Diabetespatienten, die mit verschiedenen Wirkstoffen in Form von Abnehmspritzen behandelt wurden (Liraglutid, Exenatid und Dulaglutid). Die bekannteren Präparate mit Semaglutid (Ozempic) und Tirzepatid (Zepbound) waren nicht Teil der Untersuchung. Im Studienverlauf verglichen die Forscher die Patientengruppe mit Spritzentherapie mit jenen Personen, die sich einem bariatrischen Eingriff zur Gewichtsreduktion unterzogen hatten.

Überraschende Ergebnisse

Die Auswertung zeigt eindeutige Vorteile für die medikamentöse Behandlung: „Die Medikamente sind 41 % wirksamer bei der Prävention von Krebs im Zusammenhang mit Fettleibigkeit“, fasst Dr. Yael Wolff Sagy von Clalit Health Services in Tel-Aviv, Mitautorin der Studie, zusammen.

„Wir wissen noch nicht genau, wie GLP-1 (die Spritze; Anm.) wirkt, aber (…) die schützende Wirkung von GLP-1RAs gegen Krebserkrankungen, die mit Fettleibigkeit zusammenhängen, beruht wahrscheinlich auf mehreren Mechanismen, einschließlich der Verringerung von Entzündungen“, ergänzt Dr. Dror Dicker vom Hasharon Hospital, Rabin Medical Center, Petah Tikva, Israel.

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KO KOSMO-Redaktion
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