Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Verdächtige SMS

Paar stirbt in Venedig – Gabriellas Familie glaubt nicht an Unfall

Paar stirbt in Venedig – Gabriellas Familie glaubt nicht an Unfall
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Eine junge Brasilianerin stirbt in Venedigs Lagune – doch ihre Familie glaubt nicht an einen bloßen Unfall.

Eine Bootskollision in der Lagune von Venedig hat das Leben der 26-jährigen Brasilianerin Gabriella Querino gefordert, die zum Zeitpunkt des Unglücks schwanger war. Ihre Familie zweifelt jedoch daran, dass es sich um einen Unfall handelte, und drängt auf eine lückenlose Aufklärung der Ereignisse.

In den frühen Morgenstunden eines Samstags kollidierte das Boot, in dem sich Gabriella und ihr Ehemann Sean Michieli befanden, in der venezianischen Lagune mit einem Wassertaxi. Sean Michieli überlebte den Aufprall schwer verletzt, wurde jedoch für hirntot erklärt. Der 38-jährige Fahrer des Wassertaxis stand zum Zeitpunkt der Kollision ohne gültigen Bootsführerschein unter Verdacht. Berichten zufolge waren die beiden in den frühen Morgenstunden unterwegs, um Köder zu fangen.

Ermittlungen laufen

Die Behörden suchten nach dem Unglück tagelang nach Gabriellas Leiche, die schließlich rund zwei Kilometer vom Unfallort entfernt geborgen wurde. Eine Autopsie soll Aufschluss über den genauen Hergang geben. Gegen den Bootsführer des Wassertaxis wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Zweifel der Familie

Gabriellas Angehörige stellen die offizielle Unfallversion jedoch in Frage. Schwester und Cousine berichten von einem heftigen Streit kurz vor der Tragödie: „Sie packte ihren Koffer und wollte abreisen.“ Nachdem Gabriella ihren Kontakt zu ihrer Mutter stundenlang unterbrochen hatte, schickte sie am Abend vor der Kollision eine beruhigende Textnachricht – für die Familie ein ungewöhnliches Zeichen, denn, wie Schwester und Cousine erklären: „Sie hat jeden Tag per Videoanruf mit uns gesprochen, egal was vorgefallen ist. […] Deshalb wundert es uns, dass sie den ganzen Nachmittag nicht auf ihre Mutter reagierte.“

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen