Ein kurzer Abstecher zum Pfandautomaten wurde für einen Pensionisten zum stundenlangen Albtraum – mit Feuerwehreinsatz.
An einem Donnerstagabend in Pressbaum im niederösterreichischen Bezirk St. Pölten stand die Feuerwehr vor einem denkbar ungewöhnlichen Einsatz. Gegen 19.30 Uhr – kurz vor Ladenschluss – wollte ein 82-jähriger Pensionist noch rasch seine Pfandflaschen zurückgeben. Die dafür vorgesehenen Geräte befinden sich in einem kleinen Nebengebäude des dortigen Supermarkts.
Als der Mann seine Flaschen abgegeben hatte und den Raum verlassen wollte, versagte die Schiebetür ihren Dienst – sie ließ sich nicht mehr öffnen. Der Pensionist saß fest.
Stundenlange Gefangenschaft
Was folgte, war für den älteren Herrn eine nervenaufreibende Erfahrung: In Panik versuchte er auf jede erdenkliche Weise, die Tür zu überwinden – ohne Erfolg. Erst nach rund eineinhalb Stunden wurde ein Passant auf seine missliche Lage aufmerksam. Die daraufhin verständigte Polizei scheiterte trotz mehrerer Versuche daran, die Tür zu öffnen. Da auch die Kontaktaufnahme mit der Filialleitung zunächst nicht gelang, wurde gegen 22 Uhr schließlich die Feuerwehr angefordert.
Tür aufgesägt
Auch behutsame Öffnungsversuche durch die Einsatzkräfte führten zu keinem Ergebnis, weshalb die Tür letztlich mit einer Säbelsäge aufgeschnitten werden musste. Der eingeschlossene Mann konnte unverletzt in die Freiheit entlassen werden.
Im Anschluss wurde die Schiebetür gesichert und die Pfandrückgabestation nach Absprache mit einem Mitarbeiter vorläufig außer Betrieb gesetzt.
Weshalb sich die Tür von innen nicht mehr betätigen ließ, ist derzeit noch ungeklärt.