Jugendbanden, internationale Einbrecher, Automatenknacker: Klagenfurter Ermittler haben gleich mehrere Kriminalfälle auf einmal gelöst.
Der Kriminalpolizei Klagenfurt ist es gelungen, seit dem Sommer des vergangenen Jahres eine Reihe von Einbrüchen, Sachbeschädigungen und weiteren Straftaten aufzuklären. Im Zentrum der Ermittlungen stehen zwei Jugendbanden sowie mehrere erwachsene Tatverdächtige.
Eine der Gruppen setzt sich aus fünf Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren zusammen. Ihnen wird zur Last gelegt, zwischen Juni und Oktober 2025 in fünf Objekte – darunter Sportanlagen und Firmenliegenschaften – eingebrochen zu sein. Zusätzlich sollen sie für eine Vielzahl von Sachbeschädigungen verantwortlich sein, etwa das Beschädigen von Werbetafeln oder das Entleeren von Feuerlöschern. Der dadurch verursachte Gesamtschaden beläuft sich auf einige zehntausend Euro.
Zweite Jugendbande
Die zweite Jugendbande besteht aus vier Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahren. Die Gruppe steht im Verdacht, im Dezember 2025 in ein Firmengebäude eingebrochen zu sein. Zwei der Beschuldigten waren bereits zuvor polizeilich in Erscheinung getreten: Sie sollen einen Fahrzeugschlüssel entwendet und damit ein auf dem Betriebsgelände abgestelltes Auto unbefugt in Betrieb genommen haben.
Da das Fahrzeug nicht zum Verkehr zugelassen war, montierten die Verdächtigen ein gestohlenes Kennzeichen von einem nahegelegenen Pkw auf das entwendete Fahrzeug. Anschließend unternahmen sie ohne gültige Lenkberechtigung eine Fahrt durch das Stadtgebiet von Klagenfurt. Dabei sollen sie einen Pyrotechnikcontainer gewaltsam geöffnet und zahlreiche Feuerwerkskörper in das Fahrzeug geladen haben.
Das Auto wurde im Verlauf der Fahrt erheblich beschädigt und schließlich fahruntüchtig in einem Waldstück zurückgelassen. Einen Teil der Pyrotechnik nahmen die Jugendlichen mit, den restlichen Teil zündeten sie im Fahrzeuginnenraum – das Auto erlitt dadurch einen Totalschaden. Drei der vier Beschuldigten waren der Polizei bereits bekannt, nun konnte auch der vierte Tatverdächtige identifiziert werden. Der Gesamtschaden in diesem Fall beträgt mehrere zehntausend Euro.
Erwachsene Tatverdächtige
Zwei bosnische Staatsangehörige im Alter von 35 und 37 Jahren stehen im Verdacht, gemeinsam oder einzeln in insgesamt neun Firmenobjekte im Stadtgebiet von Klagenfurt eingebrochen zu sein. Unter dem Diebesgut befanden sich unter anderem Kaffeemaschinen, die in Slowenien weiterverkauft worden sein sollen. Im Zuge einer Hausdurchsuchung wurde der 37-Jährige festgenommen, Diebesgut konnte sichergestellt werden.
Gegenüber den Ermittlern zeigte er sich teilweise geständig. Sein 35-jähriger Komplize konnte bislang nicht einvernommen werden, da er über keinen Wohnsitz in Österreich verfügt – nach ihm wird derzeit gefahndet. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.
Einer 35-jährigen Klagenfurterin konnten die Ermittler zumindest zwei Einbrüche in Automaten an Schulen nachweisen. Die Frau soll sich gewaltsam Zutritt zu den Gebäuden verschafft und anschließend Getränke- und Snackautomaten aufgebrochen haben, um Bargeld zu erbeuten. Der entstandene Schaden beträgt mehrere hundert Euro.
Im Zusammenhang mit einem Versicherungsbetrug konnte ein 56-jähriger deutscher Staatsangehöriger ausgeforscht werden. Der Schaden beläuft sich auf knapp zehntausend Euro.
Dem Mann werden darüber hinaus ein Betrugsdelikt sowie eine Falschaussage gegenüber der Kriminalpolizei vorgeworfen.