Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Sozialleistungsbetrug

255.000 Euro erschlichen: Mann täuscht Beeinträchtigung vor

255.000 Euro erschlichen: Mann täuscht Beeinträchtigung vor
(Symbolbild FOTO: iStock)
1 Min. Lesezeit |

Fast eine Dekade lang, eine simulierte Behinderung – und Hunderttausende Euro Sozialleistungen. Jetzt sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Ein 34-jähriger Mann aus dem Bezirk Neunkirchen steht im Verdacht, über knapp zehn Jahre hinweg Sozialleistungen in Höhe von mindestens 255.000 Euro widerrechtlich bezogen zu haben. Nach Angaben der Polizei soll er dabei eine körperliche Beeinträchtigung vorgetäuscht haben. Der Beschuldigte zeigte sich teilgeständig.

Jahrelanger Betrug

Von April 2016 bis Februar 2026 soll der Mann Zahlungen der Pensionsversicherungsanstalt erhalten haben – Leistungen, auf die er nach derzeitigem Ermittlungsstand keinen Anspruch hatte. Aufgedeckt wurde der Fall durch die Ermittlungsgruppe Sozialleistungsbetrug der Polizeiinspektion Gloggnitz.

Den Ermittlungen zufolge soll der 34-Jährige bei behördlichen Untersuchungen eine körperliche Einschränkung simuliert haben, die ihn sowohl im Alltag als auch im Berufsleben erheblich behindern würde. Nachgewiesen werden konnte ihm schließlich, dass er tatsächlich einer Erwerbstätigkeit nachging und seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt hatte.

Neben der Pensionsversicherungsanstalt wurden laut Polizei auch das Finanzamt Niederösterreich, das Arbeitsmarktservice sowie das Land Niederösterreich durch den Betrug geschädigt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Mann in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen