Start News Panorama
Faktoren

PISA-Studie: Geld und Herkunft bestimmen Schulerfolg in Österreich

(FOTO: iStock/Drazen Zigic)
(FOTO: iStock/Drazen Zigic)

Die soziale Herkunft und das Einkommen der Eltern sind in Österreich nach wie vor entscheidende Faktoren für den schulischen Erfolg ihrer Kinder. Dies geht aus der aktuellen PISA-Studie hervor, die Österreich als eines der OECD-Länder identifiziert, in denen der sozioökonomische Hintergrund und die Herkunft der Eltern einen überdurchschnittlich starken Einfluss auf die schulischen Leistungen der Jugendlichen haben. Insbesondere zeigt sich eine beträchtliche Kluft zwischen den Leistungen von Schülern, deren Eltern im Ausland geboren wurden, und ihren einheimischen Altersgenossen.

Die PISA-Studie offenbart, dass Schüler aus dem sozioökonomisch stärksten Viertel im Fach Mathematik durchschnittlich 106 Punkte mehr erreichen als ihre Altersgenossen aus dem schwächsten Viertel. Dies entspricht einem Leistungsunterschied von mehreren Schuljahren. Im internationalen Vergleich ist dieser Unterschied in Österreich sogar größer als im OECD-Schnitt, wo er 93 Punkte beträgt.

Migranten im Bildungssystem

Die Studie zeigt auch, dass Schüler mit Migrationshintergrund in Österreich signifikant schlechter abschneiden. Besonders auffällig ist, dass die Hälfte dieser Schüler aus Familien mit besonders wenigen Ressourcen stammt und 75 Prozent zu Hause nicht die Unterrichtssprache sprechen. In Mathematik erreichen diese Schüler durchschnittlich 58 Punkte weniger als ihre Altersgenossen, deren Eltern in Österreich geboren wurden. Ein ähnlich großer Unterschied zeigt sich nur in Belgien, Finnland, Deutschland, den Niederlanden, Slowenien und Schweden.

Geschlechterunterschiede in den Leistungen

Die PISA-Studie offenbart auch signifikante Geschlechterunterschiede in den schulischen Leistungen. So haben Jungen in Mathematik im Durchschnitt die Nase vorn (497 Punkte gegenüber 478 Punkte bei den Mädchen), während Mädchen beim Lesen besser abschneiden (491 Punkte gegenüber 470 Punkte bei den Jungen). Im internationalen Vergleich gehört Österreich damit zu den Ländern mit der größten Geschlechterkluft in der Mathematik.

Bildungs-Alarm: Kinder in Schulen werden nicht klüger!

Die aktuelle PISA-Studie zeichnet ein deutliches Bild. In Österreich hängt der schulische Erfolg stark vom sozioökonomischen Hintergrund und der Herkunft der Eltern ab. Die Leistungsunterschiede zwischen Schülern verschiedener sozialer Schichten und mit unterschiedlichem Migrationsstatus sind erheblich und größer als im Durchschnitt der OECD-Länder. Auch die Geschlechterunterschiede in den Leistungen sind signifikant.