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HC Strache kandidiert als Bürgermeister bei Wien-Wahl

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FOTO: Facebook HC Strache)

Knapp ein Jahr ist es her, dass da Ibiza-Video die politische Karriere von HC Strache zumindest zeitweise beendete. Heute trat der DAÖ-Obmann vor die Presse und verkündete sein Comeback.

Heinz-Christian Strache kündigte heute an, dass er als Spitzenkandidat der Allianz für Österreich (DAÖ) bei den Wahlen in Wien im Herbst antreten wird. Ebenso soll die DAÖ umgekrempelt werden und „eine neue, österreichweite Bürgerbewegung“ werden.

Plattform für Straches Rückkehr
Der DAÖ-Obmann und ehemaliger FP-Gemeinderat in Wien, Karl Baron gründete im Dezember 2019 die neue Partei. Baron betonte, dass die DAÖ von Anfang an als Plattform für das politische Comeback von HC Strache konzipiert gewesen sei. Näheres zur neuen Bürgerbewegung soll am 15. Mai präsentiert werden. Eines ist jedoch klar, diese neue Partei soll auch den Namen HC Strache beinhalten. „Davon kann man ausgehen“, antwortete Strache auf eine entsprechende Nachfrage.

Offen bleibt noch, ob HC Strache auch Chef der neuen Partei wird. Dies werde man bei der statutarischen Beschlussfassung diskutieren und beschließen. Straches Kandidatur bei der Wien-Wahl am 11. Oktober sei jedoch bereits beschlossene Sache.

Kritik an der Regierung
„Der 1. Mai wird diesmal kein Tag der Freude. Es wird ein Tag der Arbeitslosen sein. Ich möchte nicht Besserwisser sein und habe vollstes Verständnis für die Regierung, der Lockdown war nötig. Es war im wahrsten Sinne des Wortes Gefahr in Verzug. Aber jetzt ist Feuer am Dach“, so Strache in seiner ersten Wahlkampfansprache im Rahmen der heutigen Pressekonferenz.

Laut Strache sei die Opposition derzeit „nicht existent“, weshalb das Land eine neue politische Bürgerbewegung brauche: „Was die Bundesregierung seit Wochen betreibt, nämlich lediglich PR und Marketing, muss man sehr kritische bewerten. Wenn ich sehe, dass ein Epidemiegesetz aus 1950 gleichzeitig mit dem in einer Nacht-und-Nebel-Aktion geändert, und den Betrieben den Rechtsanspruch entzogen wird, dann ist das wahrlich ein Skandal. Die Betriebe sind im Stich gelassen worden.“

Sieben Verfahren am Laufen
Derzeit werden noch sieben Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen FPÖ-Obmann und Vizekanzler geführt. Ein achtes Verfahren wurde mit Beginn dieser Woche eingestellt. Aufgrund er Corona-Krise wird sich Strache, aller Voraussicht nach, bis vor Oktober nicht vor Gericht verantworten müssen. Im Umkehrschluss heißt das, dass der DAÖ-Spitzenkandidat die Wien-Wahl und den Wahlkampf davor ohne Gerichtstermine bestreiten wird.