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Preise für Strom und Gas explodieren: Wer betroffen ist

(FOTO: iStockphoto)

Ab Februar werden die Preise für Strom und Gas in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland deutlich angehoben. So teuer wird’s für die Verbraucher.

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wird Gas ab dem 1. Februar teurer, wie die EnergieAllianz, die gemeinsame Vertriebsgesellschaft von Wien Energie, EVN und Energie Burgenland, am Mittwoch mitteilte. Das heißt konkret: Haushaltskunden, die im Jahr rund 8.000 Kilowattstunden (kWh) beziehungsweise 15.000 kWh Gas verbrauchen, müssen mit monatlich 11 bzw. 21 Euro mehr rechnen. Die Erhöhung gelte für alle Produkte, die im Preisblatt keine detaillierten Preisanpassungsklauseln haben.

Erforderlich sei die Anhebung wegen der Entwicklung an den Gas-Großhandelsmärkten und des Anstiegs des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) um das Siebenfache innerhalb eines Jahres, so die EnergieAllianzAustria (EAA). Hier einige konkrete Beispiele:

Wien
Bei der Wien Energie sind etwa die Standardtarife von der Anhebung betroffen. Für einen Wiener Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 8.000 kWh bedeutet das laut Wien Energie Mehrkosten in der Höhe von rund 11 Euro pro Monat. Mit rund 6 Cent pro Kilowattstunde (inkl. USt. und Gebrauchsabgabe) liege man für Bestandskundinnen und -kunden aber weiterhin weit unter aktuellen Marktpreisen, wie es von Unternehmensseite heißt.

Nicht von den preislichen Erhöhungen betroffen seien Kunden, die einen Tarif mit Preisgarantie oder einen variablen Tarif haben oder auf “Optima entspannt” umgestiegen sind. Zudem hat die Wien Energie seit zehn Jahren eine eigene Ombudsstelle, die von Energiearmut betroffene Menschen in Wien finanziell unterstützt.

Niederösterreich
Bei der EVN sind ebenfalls die Standardtarife betroffen. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 8.000 bis 15.000 kWh zahlt künftig zwischen 11 und 21 Euro pro Monat mehr. Jedoch würde das laut dem Unternehmen nur etwa die Hälfte aller Gaskunden im Haushaltsbereich betreffen. Zudem seien auch die Tarife der EVN selbst nach der Anpassung immer noch mit die günstigsten in Österreich, wie das Unternehmen erklärt.

Burgenland
Bei der Energie Burgenland wird die Erhöhung des Gaspreises rund 20 Prozent bzw. 20 Euro im Monat ausmachen, erklärte ein Sprecher. Man bleibe damit bundeslandweit trotzdem weiterhin der günstigste Anbieter. Das Unternehmen habe eine “ordentliche Gewinnrückstellung” vorgenommen, um der internationalen Preisentwicklung entgegenzuwirken. Zudem habe man den Härtefonds aufgestockt, um individuelle Lösungen für betroffene Kunden zu finden.

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