**Rattengift in Babygläsern, Millionenforderung, ein Ex-Manager hinter Gittern – der Fall Hipp hält Österreich weiter in Atem.**
Im Erpressungsfall rund um den Babykosthersteller Hipp bleibt der beschuldigte Ex-Manager vorerst weiter in Untersuchungshaft. Das Landesgericht Eisenstadt verlängerte die Haft bis zum 2. November – begründet mit Fluchtgefahr sowie der Gefahr, dass der Mann weitere Straftaten begehen könnte. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, Hipp-Produkte in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit Rattengift manipuliert und vom Unternehmen zwei Millionen Euro gefordert zu haben.
Verstecktes Gift
Der 39-jährige Vater von drei Kindern wurde am 2. Mai in Salzburg festgenommen. Er soll Hörnchenobjekte in Babygläsern versteckt haben, um das Unternehmen in bewusst fehlerhaftem Englisch zu erpressen. Ein betroffenes Glas wurde in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft – sein Verbleib ist bis heute ungeklärt.
Im Zuge der Ermittlungen stellte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ein Glas sicher, das 15 Mikrogramm Rattengift enthielt. Ein Sachverständigengutachten schloss zwar eine akute Lebensgefahr aus, wies jedoch auf mögliche gesundheitliche Risiken hin.
Beweise & Geständnis
In der Wohnung des Verdächtigen wurde Gift in vergleichbarer Konzentration gefunden – ein gewichtiges Indiz, das nach Einschätzung der Ermittler jedoch keinen abschließenden Beweis darstellt. Der gebürtige Slowake bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weitgehend. Lediglich die Urkundenfälschung – konkret die Erstellung gefälschter Gehaltszettel – räumt er ein.