Ein Frontalcrash auf einer italienischen Landstraße fordert mehrere Todesopfer – und hinterlässt Dutzende Verletzte.
Nahe der Ortschaft Colli sul Velino in der Provinz Rieti kam es am Sonntag, dem 2. August gegen 16 Uhr, zu einem schweren Frontalzusammenstoß zwischen einem Reisebus und einem Wohnmobil. Der Unfall ereignete sich auf der Staatsstraße 79 „Ternana“ an der Grenze zwischen Latium und Umbrien. Die Kollision erfolgte mit solcher Wucht, dass nachfolgende Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig bremsen konnten und ebenfalls in den Unfall hineingezogen wurden. In der Folge waren drei weitere Pkw in das Geschehen verwickelt.
Schwere Verletzungen
Im Reisebus befanden sich italienische Touristen, die zu den Marmore-Wasserfällen in Umbrien unterwegs waren. Bei dem Unfall erlitten mindestens 27 Menschen Verletzungen, ein Teil davon schwer. Zu den Todesopfern zählen nach derzeitigem Informationsstand die Fahrer beider Fahrzeuge sowie weitere Insassen des Busses und des Wohnmobils. Nach übereinstimmenden Medienberichten starben vier Personen aus dem Bus und zwei Insassen des Wohnmobils. Die Fahrgäste des Reisebusses mussten aus dem Fahrzeug gebracht werden, mehrere von ihnen standen nach dem Zusammenstoß unter Schock.
Drei Schwerverletzte wurden per Rettungshubschrauber in Kliniken in Latium und Umbrien transportiert. Die Stadt Terni aktivierte darüber hinaus eine Einsatzzentrale des Zivilschutzes.
Ursache ungeklärt
Für die Dauer der Bergungsarbeiten und zur Absicherung der Unfallstelle wurde die betroffene Straße in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, ist bislang ungeklärt.
Die zuständigen Ermittler arbeiten derzeit daran, den genauen Ablauf zu rekonstruieren, und prüfen unter anderem, ob ein Fahrfehler, ein plötzlicher gesundheitlicher Notfall eines der Fahrer oder andere Umstände ursächlich waren.