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Unfall

Riesen-Frachter rammt Fischerboot – Crew in Lebensgefahr (VIDEO)

Riesen-Frachter rammt Fischerboot – Crew in Lebensgefahr (VIDEO)
FOTO: Screenshot X
2 Min. Lesezeit |

Ein 229-Meter-Frachter, ein kleines Fischerboot, eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt – die Kollision wurde gefilmt.

Nahe der Straße von Singapur, einer der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, ist es zu einer spektakulären Schiffskollision gekommen – die auf Video festgehalten wurde und seither für Aufsehen sorgt. Der 229 Meter lange Massengutfrachter First Margaux, der unter panamaischer Flagge fährt, rammte das chinesische Fischereifahrzeug Luqing Yuanyu 108, das mit rund 49 Metern Länge deutlich kleiner ist. Verletzte oder Todesopfer gab es nach derzeitigem Stand keine.

Beide Schiffe hatten etwa zur gleichen Zeit ihre Ankerplätze in der Nähe Singapurs verlassen und fuhren in das Verkehrstrennungsgebiet ein. Was dann folgte, ist auf den Aufnahmen eindrücklich zu sehen: Der Frachter trifft das kleinere Fischerboot mit voller Wucht, das daraufhin heftig zur Seite kippt. Wasser schwappt über das Deck, die Besatzung klammert sich fest.

Besatzung unverletzt

Wie The Maritime Executive berichtet, blieben alle Besatzungsmitglieder unverletzt – ein Umstand, der angesichts der Wucht des Aufpralls als nahezu glücklich bezeichnet werden muss. Das Fischereifahrzeug blieb trotz der heftigen Kollision offenbar schwimmfähig. AIS-Schiffsverfolgungsdaten des Unternehmens Pole Star Global zeigen, dass die Luqing Yuanyu 108 im Anschluss einen nahegelegenen Liegeplatz anlaufen konnte.

Ursache ungeklärt

Ein offizieller Bericht der zuständigen Behörden liegt bislang nicht vor, die Ursache des Vorfalls ist ungeklärt. Durch die Straße von Singapur passieren täglich Hunderte Schiffe – von Supertankern bis hin zu kleinen Fischerbooten. Die enge Koexistenz so unterschiedlicher Fahrzeugtypen in einem stark frequentierten Korridor birgt erhebliche Risiken, deren Folgen im schlimmsten Fall weit über den unmittelbaren Unglücksort hinausreichen und globale Handelswege empfindlich beeinträchtigen können.

Laut einer wissenschaftlichen Analyse von Unfallstatistiken wurden im Singapore Strait zwischen 2011 und 2017 insgesamt 230 Seeunfälle registriert, wobei etwa 90 Prozent dieser Vorfälle als Kollisionen eingestuft wurden. Eine technische Untersuchung zur Kollisionshäufigkeit im Verkehrstrennungsbereich kommt auf eine geschätzte Schiffskollisionsfrequenz von rund 1,75 Fällen pro Jahr, was nahe am aus historischen Unfallaufzeichnungen ermittelten Durchschnitt von etwa 1,8 Kollisionen pro Jahr liegt.

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KO KOSMO-Redaktion
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