Die Unfallserie auf Tirols Rodelbahnen reißt nicht ab. Wie die „Krone“ kürzlich berichtete, ereigneten sich allein am Donnerstagabend innerhalb kurzer Zeit drei schwere Rodelunfälle. Unter den Verletzten befanden sich ein alkoholisierter Tourist sowie zwei Kinder – alle mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 20 Uhr in Söll. Ein 57-jähriger Niederländer, der unter erheblichem Alkoholeinfluss stand, versuchte von der Skipiste auf die Rodelbahn „Hexenritt“ zu wechseln. Das Manöver misslang: Er verlor die Kontrolle, geriet von der Piste ab und kollidierte mit dem Schild eines Pistengeräts an einem Betriebsgebäude. Mit Verletzungen wurde er ins Bezirkskrankenhaus Kufstein transportiert.
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Kinder verunglückt
Nur etwa 45 Minuten später kam es auf der Rodelbahn der Hochzeiger Bergbahnen in Jerzens im Pitztal zum nächsten Unfall. Ein 40-jähriger polnischer Staatsangehöriger war mit seiner achtjährigen Tochter unterwegs, als sie während der Abfahrt mehrere Personen am Rand der Strecke bemerkten. Ein Ausweichmanöver gelang nicht mehr rechtzeitig – das Mädchen prallte gegen eine abgestellte Rodel und zog sich dabei Oberschenkelverletzungen zu. Die Achtjährige musste ins Krankenhaus Zams gebracht werden.
Der dritte Unfall des Abends folgte kurz nach 21 Uhr unterhalb des „Seelesboden“. Eine 37-jährige Schweizerin rodelte gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn talwärts, als ein nachkommender Rodler den Jungen rammte.
Auch er erlitt Verletzungen am Oberschenkel.