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rasche Aufklärung

Sadomaso-Skandal: So will die FPÖ die „Staatsaffäre“ aufklären

Sadomaso-Skandal: So will die FPÖ die „Staatsaffäre“ aufklären
FOTO: Parlamentsdirektion/ Thomas Topf
3 Min. Lesezeit |

Ein schwerwiegender Skandal erschüttert derzeit die österreichische Diplomatie. Ein hochrangiger Botschafter soll einen Blog mit sadomasochistischen Inhalten betrieben haben, auf dem auch Texte mit Vergewaltigungsfantasien veröffentlicht wurden. Der Diplomat wurde mittlerweile auf eigenen Wunsch von seinem Posten abberufen.

Das Außenministerium bestätigte, dass der betroffene Botschafter nach Bekanntwerden der Vorwürfe umgehend abberufen wurde und nun in der Zentrale in Wien arbeitet. Ob dienstrechtliche Konsequenzen folgen, ist laut Ministerium weiterhin unklar. Die Behörde betonte, die Abberufung sei nicht als Bestätigung der Vorwürfe zu werten.

Die Angelegenheit sorgt für heftige Reaktionen in der politischen Landschaft. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz äußerte sich schockiert und betonte, es handle sich nicht um private Vorlieben, sondern um eine „Staatsaffäre“. Das Vertrauen in die höchsten Institutionen und die Sicherheit der Republik seien erschüttert. Schnedlitz kritisierte zudem, dass der betroffene Diplomat lediglich versetzt und nicht entlassen worden sei. Er forderte umfassende Aufklärung, verwies jedoch gleichzeitig auf die geltende Unschuldsvermutung.

Die Freiheitlichen sehen in der Causa weitreichenden Handlungsbedarf. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag erhoben die FPÖ-Generalsekretäre Christian Hafenecker und Michael Schnedlitz schwere Vorwürfe gegen Außenministerin Karoline Edtstadler, der sie mangelnde Kontrolle über ihr Ressort vorwarfen.

Sicherheitsbedenken geäußert

„Zahlreiche Fragen müssen dringend geklärt werden“, betonten die FPÖ-Vertreter und kritisierten, dass versucht werde, den Fall als Privatangelegenheit abzutun. Schnedlitz formulierte konkrete Forderungen: „Wer wusste wann worüber Bescheid und warum wurde nicht gehandelt?“ Er verwies darauf, dass die fraglichen Aktivitäten teilweise während der Dienstzeit stattgefunden hätten und stellte klar: „Sehr geehrte Frau Edtstadler: Es geht hier nicht um Fifty Shades of Grey.“

Diese Vorwürfe werden durch Medienberichte gestützt, wonach einzelne Blogeinträge des Diplomaten während regulärer Dienstzeiten erstellt worden sein sollen. Dies lässt sich durch Zeitstempel und Standortdaten belegen, die eine Verbindung zum Außenministerium nahelegen.

Schnedlitz warf zudem eine sicherheitspolitisch brisante Frage auf: Bestand die Gefahr einer Erpressung des Diplomaten? Er spekulierte, ausländische Geheimdienste könnten versucht haben, durch Drohungen mit der Veröffentlichung der pikanten Details an sensible Informationen zu gelangen. Der FPÖ-Politiker äußerte auch den Verdacht, dass die Vorgänge möglicherweise bereits zuvor über Whistleblower-Plattformen gemeldet, jedoch nicht weiterverfolgt wurden. Als Reaktion darauf habe die FPÖ nun eine eigene Plattform eingerichtet, verkündete Schnedlitz.

Systemkritik der FPÖ

Hafenecker verschärfte den Ton weiter und identifizierte das österreichische Sicherheitsrisiko mit drei Buchstaben: „Ö, V und P“. Er sprach von einem „Tiefen Staat“, den er schwarz auf weiß belegt sehe. Während Schnedlitz die Medien für ihre Recherchen lobte, kritisierte der freiheitliche Mediensprecher gleichzeitig die Berichterstattung, die seiner Meinung nach die FPÖ stets härter behandele als andere Parteien. Besonders im ORF-Fernsehen vermisse er eine angemessene Darstellung des Falls.

Hafenecker unterstellte Edtstadler, aufgrund ihrer politischen Sozialisation in den Reihen der ÖVP zu diesem Skandal zu schweigen. „Wer aus dem System kommt, tut sich mit echter Systemkritik oft schwer.“ Das System der „Freunderlwirtschaft“ im „schwarzen Netzwerk“ setze sich so ungehindert fort.

Mit deutlichen Worten schloss er: „Wir sagen ganz klar. Dieses System hat ausgedient.“

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KO KOSMO-Redaktion
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