Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Mordfall

Schädel-Fund beim Müllsammeln: Ermittler identifizieren getötete Frau

Schädel-Fund beim Müllsammeln: Ermittler identifizieren getötete Frau
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Schädel im Wald, ein kopfloser Leichnam, ein Baby vor einem Kloster – ein Fall, der Deutschland erschüttert, nimmt Form an.

Ein menschlicher Schädel, der am 11. April bei einer Müllsammelaktion in einem Waldstück in Wenden im Kreis Olpe entdeckt worden war, konnte nun eindeutig identifiziert werden: Er gehört zu einer 32-jährigen Frau, die im November getötet wurde. Das ergab ein DNA-Gutachten der Universitätsklinik Bonn, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag bekannt gaben. Freiwillige Helfer der Sammelaktion hatten den stark verwesten Schädel in einem Sackerl an einer Böschung entdeckt und umgehend die Polizei verständigt.

Die getötete Frau hatte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn gewohnt. Ihr drei Monate altes Kind war unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms aufgefunden worden.

Grausiger Fund

Anfang Dezember war dann ihr Leichnam in einem Wald in Monreal in Rheinland-Pfalz entdeckt worden – allerdings ohne Hände und ohne Kopf. Wie und wo die Frau ums Leben kam, ist nach wie vor nicht geklärt.

Bereits Mitte November 2025 waren auf der Autobahn 45 nahe des späteren Schädel-Fundorts im Kreis Olpe abgetrennte Frauenhände sichergestellt worden. Ermittler konnten die daran gesicherten Fingerabdrücke damals der 32-jährigen Eritreerin zuordnen.

Tatverdächtiger in Haft

Als Tatverdächtiger gilt der 41-jährige Lebensgefährte der Frau. Er befindet sich seit rund zwei Monaten in Untersuchungshaft – der Verdacht lautet auf Totschlag. Zuvor war er aus Äthiopien nach Deutschland ausgeliefert worden.

Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen hat er sich bis heute nicht geäußert, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen