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Falscher Notruf

Schlüsseldienst zu teuer – Mann gaukelt Feuerwehr Herdbrand vor

Schlüsseldienst zu teuer – Mann gaukelt Feuerwehr Herdbrand vor
FOTO: FF Pottenstein
2 Min. Lesezeit |

Ein Notruf, eine aufgebohrte Tür – und dahinter: weder Herd noch Gefahr. Nur ein junger Mann mit einer fragwürdigen Geschichte.

Kurz vor Mitternacht am Samstag, dem 25. April 2025, alarmierte die Bereichsalarmzentrale Baden die Feuerwehr Pottenstein zu einem vermeintlichen Notfall: Unter dem Stichwort „Kochgut am Herd“ wurde eine Nottüröffnung angefordert. Nach Abstimmung mit den vor Ort eingetroffenen Polizeibeamten führten die Einsatzkräfte die Türöffnung durch. Da das Schloss versperrt war, musste der Türzylinder fachgerecht aufgebohrt werden.

Der Blick in die Wohnung brachte jedoch rasch Ernüchterung: Von einem Kochgut am Herd war nichts zu sehen – eine Herdplatte war in den Räumlichkeiten überhaupt nicht vorhanden. Der Notruf war damit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen abgesetzt worden.

Falscher Alarm

„An der Einsatzadresse erwartete uns ein junger Mann, der angab, seinen Wohnungsschlüssel verloren zu haben. Bereits während der Erkundung durch den Einsatzleiter zeigte sich, dass die geschilderte Gefahrensituation nicht stimmte. Der Mann verstrickte sich in widersprüchliche Aussagen, weshalb zur weiteren Abklärung die Polizei hinzugezogen wurde“, heißt es seitens der FF Pottenstein.

Appell der Feuerwehr

Die Feuerwehr richtet in diesem Zusammenhang einen ausdrücklichen Appell an die Bevölkerung: Der Notruf 122 darf ausnahmslos bei echten Notfällen gewählt werden. Wer einen Notfall vortäuscht, macht sich strafbar. Für Türöffnungen, bei denen keine akute Gefahr besteht, ist ein gewerblicher Schlüsseldienst die richtige Anlaufstelle.

„Nach Abschluss der Arbeiten rückten wir mit TANK-1 und MTF sowie insgesamt 10 Mann Besatzung ins Feuerwehrhaus ein und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her“, so die Feuerwehr.

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KO KOSMO-Redaktion
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