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Jugendschutz

Schluss mit TikTok um Mitternacht: Dieses Land macht Ernst mit Jugendschutz

Schluss mit TikTok um Mitternacht: Dieses Land macht Ernst mit Jugendschutz
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Schluss mit nächtlichem Scrollen: Großbritannien zieht bei sozialen Medien für Jugendliche eine klare Grenze – mit Konsequenzen für Tech-Giganten.

Großbritannien hatte bereits im vergangenen Monat angekündigt, die Nutzung sozialer Medien für unter 16-Jährige umfassend einzuschränken. Die entsprechenden Regelungen sollen noch vor Jahresende dem Parlament vorgelegt werden und ab Frühjahr 2027 gelten.

Nächtliche Nutzungssperren

Wie die Regierung am Dienstag in London bekanntgab, dürfen 16- und 17-Jährige Plattformen wie Instagram oder TikTok in der Zeit zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr nur dann nutzen, wenn sie die Standardeinstellungen aktiv außer Kraft setzen. Darüber hinaus sollen Funktionen, die Nutzerinnen und Nutzer zum ununterbrochenen Weiterscrollen verleiten, in der Voreinstellung deaktiviert sein.

„Diese Maßnahmen sind entscheidend, um jungen Menschen zu dem Schlaf zu verhelfen, den sie brauchen, sich auf Schule und Ausbildung zu konzentrieren und mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen“, erläuterte Technologieministerin Liz Kendall. Die Verpflichtung zur Umsetzung der Beschränkungen soll den Technologiekonzernen gesetzlich auferlegt werden. Wer dagegen verstößt, muss laut dem für Online-Sicherheit zuständigen Minister Kanishka Narayan mit „sehr strengen regulatorischen Sanktionen“ rechnen. Der bereits in Kraft getretene Online Safety Act 2023 ermöglicht der Aufsichtsbehörde Ofcom, Geldstrafen von bis zu 18 Millionen Pfund oder bis zu 10 Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens zu verhängen.

Internationale Entwicklung

Die oppositionellen Konservativen zeigten sich von den Plänen wenig überzeugt. „Sperren, die sie einfach abschalten können, werden nichts bewirken“, sagte die Bildungsexpertin der Partei, Laura Trott. Die betroffenen Konzerne Meta und TikTok ließen eine Stellungnahme zunächst aus.

Die Diskussion um Zugangsbeschränkungen für Minderjährige auf den überwiegend aus den USA und China betriebenen Plattformen hat in den vergangenen Monaten merklich an Dynamik gewonnen. Zahlreiche Staaten – darunter Australien, Frankreich und Italien – haben bereits Maßnahmen ergriffen, um den Zugang von Kindern zu sozialen Medien zu begrenzen. Auch Österreich plant ein entsprechendes Verbot, das für unter 14-Jährige gelten soll.

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KO KOSMO-Redaktion
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