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Gesundheitsrisiko

Schmerzhafte Überraschung: So gefährlich ist Schwimmen nach dem Ohrlochstechen

Schmerzhafte Überraschung: So gefährlich ist Schwimmen nach dem Ohrlochstechen
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Frisch gestochene Ohrlöcher und Badespaß vertragen sich nicht gut. Wer im Sommer ins kühle Nass will, muss besondere Vorsicht walten lassen.

Ein frisches Ohrloch stellt eine offene Wunde dar, die vor Keimen geschützt werden sollte, um Entzündungen zu vermeiden. Schwimmbäder, natürliche Gewässer und das Meer können Mikroorganismen enthalten, die Infektionen begünstigen. Zusätzlich kann Chlor die empfindliche Haut um die Piercingstelle reizen. Der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BVJ) empfiehlt daher, nach dem Stechen von Ohrlöchern im Ohrläppchen mindestens sechs Wochen lang nicht schwimmen zu gehen. Bei Piercings im Knorpelbereich verlängert sich die Schonzeit sogar auf zwölf Wochen, da diese Bereiche langsamer heilen.

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Schutzmaßnahmen

Wer dennoch bei sommerlichen Temperaturen nicht auf die Erfrischung im Wasser verzichten möchte, kann laut BVJ zu wasserfesten Pflastern greifen. Diese werden über die frischen Ohrlöcher geklebt und nach dem Badevergnügen wieder entfernt. Sollte trotz Vorsichtsmaßnahmen Badewasser mit den Ohrlöchern in Kontakt kommen, empfiehlt sich die umgehende Behandlung mit einem antiseptischen Pflegeprodukt, das die Keimbelastung reduziert.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gilt: Der sicherste Weg, Komplikationen zu vermeiden, ist der komplette Verzicht aufs Baden – so schwer dies in der Sommerhitze auch fallen mag.

Wirksamkeit von Pflegeprodukten

Antiseptische Pflegeprodukte können bei korrekter Anwendung das Infektionsrisiko nach Wasserkontakt tatsächlich senken, wie Dermatologen bestätigen. Dabei ist es wichtig, diese Mittel unmittelbar nach dem Schwimmen auf die Ohrlöcher aufzutragen, um mögliche Keimbelastungen zu minimieren. Allerdings bieten auch diese Produkte keinen hundertprozentigen Schutz.

Wasserfeste Pflaster sollten nach dem Baden unbedingt wieder entfernt werden, damit die Haut ausreichend atmen kann. Experten betonen, dass diese Pflaster zwar einen temporären Schutz bieten können, aber kein vollständiger Ersatz für die notwendige Schonzeit sind. Wer also seine frisch gestochenen Ohrlöcher optimal versorgen möchte, sollte trotz der sommerlichen Versuchung den Verzicht auf Schwimmbäder und natürliche Gewässer während der gesamten Heilungsphase in Betracht ziehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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