Mitten im Frühling schlägt der Winter zurück – und diesmal mit voller Wucht. Österreich steht vor einem extremen Wettereinbruch.
Der Frühling hält sich dieser Tage nicht an seinen eigenen Kalender: Eine Kaltfront erreicht Österreich in der Nacht auf Donnerstag und sorgt für einen markanten Temperatursturz sowie erhebliche Niederschlagsmengen. Die Schneefallgrenze sinkt dabei bis in tiefe Lagen ab, und bis zum Wochenende sind Neuschneemengen von bis zu 150 Zentimetern, in Extremfällen sogar bis zu zwei Metern möglich. Besonders betroffen sind die Nordalpen sowie der Nordostrand des Landes – darunter das Tennengebirge, der Dachstein, das Hochschwab-Gebiet sowie die niederösterreichischen Bergregionen rund um Ötscher und Rax.
Gelbe Schneewarnung
Die Wetterbehörde GeoSphere Austria hat für den Zeitraum von Donnerstag, 26. März, 00:00 Uhr bis Samstag, 28. März, 00:00 Uhr eine gelbe Schneewarnung herausgegeben. Auf höher gelegenen Straßen ist mit Schneeglätte und eingeschränkter Befahrbarkeit zu rechnen, weshalb Autofahrer besondere Vorsicht walten lassen sollten. Da der Schnee stellenweise nass und schwer fällt, besteht außerdem erhöhte Schneebruchgefahr – Äste könnten unter dem Gewicht der Schneelast abbrechen.
Am Samstag, 28. März, bleibt die Situation vor allem im Nordosten des Landes angespannt, wo weitere kräftige Niederschläge sowie stürmischer Wind erwartet werden.
Steigende Lawinengefahr
In den Bergen ist ein deutlicher Anstieg der Lawinengefahr zu erwarten. Schneefall ist auch im Flachland und vereinzelt sogar in Wien nicht auszuschließen. Eine Wetterberuhigung ist vorerst nicht absehbar, und auch die Karwoche dürfte winterlich und unruhig verlaufen.
Am Samstag kann es im Nordosten verbreitet regnen und bis unter 500 Meter Seehöhe schneien. Im ungünstigsten Fall summieren sich die Niederschlagsmengen erneut auf hohe Werte, wodurch die Schneebruchgefahr besonders bis in Mittelgebirgslagen weiter zunehmen kann.
Erschwerend kommt ein lebhafter bis kräftiger Wind aus westlicher bis nordwestlicher Richtung hinzu.