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Ermittlungen

Schüler stirbt auf Klassenfahrt: Schwere Vorwürfe gegen Lehrerin

(FOTO: iStock/bluebeat76)
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In einem tragischen Vorfall während einer Klassenfahrt in die Toskana kam ein Bremer Schüler unter alarmierenden Umständen ums Leben.

Tragödie in der Toskana

Eine Schulklasse aus Bremen erlebte diesen Juni eine schockierende Wendung ihrer Italienreise, als einer ihrer Schüler in Torre del Lago im Schlaf verstarb. Der genaue Grund für den unerwarteten Tod des Jugendlichen steht noch aus, ein Obduktionsbericht aus Italien wird erwartet. Die Reise, die ein Abenteuer sein sollte, endete in einer Familientragödie.

Anzeichen ignoriert?

Der 16-jährige hatte bereits vor der Abreise über Halsschmerzen geklagt, bestand jedoch darauf, an der Reise teilzunehmen. Sein Zustand verschlechterte sich dramatisch, nachdem die Gruppe, nach 23-stündiger Fahrt, ihr Ziel erreicht hatte. Der Vater des Jungen und dessen Lebensgefährtin hatten während engen Telefonkontakt gehalten. Bei einem Videotelefonat am Tag nach der Ankunft, soll das Gesicht des Jugendlichen, laut Aussage der Schwester, „knallrot“ gewesen sein. Er klagte noch immer über Halsschmerzen.

Am dritten Tag brach die Lehrerin einen Ausflug nach Pisa, aufgrund des schlechten Zustands des 16-Jährigen, ab. Trotz Anraten der besorgten Familie, ärztliche Hilfe zu suchen oder zu einer Apotheke zu gehen, wurde der Schüler ins Bett geschickt – ohne angemessene medizinische Betreuung. Bei einem einem weiteren Videotelefonat am Abend, waren seine Augen „fast zu, total geschwollen“ gewesen, erzählte seine Schwester.

Kritik am Lehrpersonal

Die Angehörigen des Verstorbenen erheben schwere Vorwürfe gegen das Lehrpersonal. Insbesondere wird bemängelt, dass der Jugendliche, der aufgrund einer Wahrnehmungsstörung und eines Behinderungsgrads von 80 Prozent besondere Betreuung benötigt hätte, alleingelassen wurde. Die schockierende Nachricht seines Todes wurde den Eltern am folgenden Morgen durch einen Anruf der Lehrerin übermittelt. Die Eltern kritisieren dieses Vorgehen und, dass es keinen persönlichen Besuch oder eine Beileidsbekundung durch die Schule gab. Die Schule bestreitet die Vorwürfe.

Untersuchung eingeleitet

Die zuständige Schulbehörde hat eine Untersuchung der Umstände eingeleitet. Die Rolle der Lehrkräfte und ihre Entscheidungen bezüglich der Fürsorgepflicht stehen im Fokus der Überprüfung. Der Fall wirft Fragen bezüglich der Notfallprotokolle und der Aufsichtspflicht während schulischer Ausflüge auf.