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Schulstart in Wien: 285 Klassen in Quarantäne & Testchaos

(FOTOS: iStockphoto, BIPA/Robert Harson)

Die Schule im Osten startete erst von eineinhalb Wochen und schon jetzt stehen 285 Klassen unter Quarantäne und auch Probleme mit den Gurgeltests erschweren den „normalen“ Schulbetrieb.

Wie neueste Zahlen der Stadt Wien zeigen, befinden sich nach der ersten Schulwoche schon 285 in Quarantäne – trotz oder vielleicht wegen des strengeren Testregimes der Hauptstadt, wo Kinder verpflichtend zweimal wöchentlich mit einem PCR-Test getestet werden – im Rest des Landes ist es nur einer pro Woche.

Probleme mit „Alles Gurgelt“
Auch das Wiener Vorzeigeprojekt, der Gurgeltest, macht Spompanadeln. Während sich Lehrer und Direktionen mit den administrativen Problemen, wie etwa dem schwierigen Hochlanden von Klassenlisten und der Anlieferung von genügend Tests, herumschlagen, ging das gesamte „Alles Gurgelt“-System am vergangenen Montagmorgen erstmal überhaupt nicht.

Vielerorts wird außerdem versucht, das Testen der Schulkinder auf die Eltern abzuwälzen, woran das Bildungsministerium Kritik hegt. „Es ist nicht in unserem Sinn, dass das Testen an die Eltern delegiert wird. Dies sollte in der Schule mit einem für Schüler geeigneten Produkt gemacht werden“, so Generalsekretär Martin Netzer gegenüber der „Krone“.

Neue Quarantäne-Regeln für Schüler
Laut bisheriger Verordnung durften sich Schüler mit einem Corona-positiven Klassenkollegen erst nach zehn Tagen mittels PCR-Test freitesten. Doch Mag. Martin Netzer, Generalsekretär im Bildungsministerium, kündigte im “Ö1-Morgenjournal” vom Dienstag die Umsetzung neuer Quarantäneregeln noch heute an.

Konkret sollen nur die unmittelbaren Sitznachbarn ab sofort in Quarantäne müssen. Nach fünf Tagen kann man sich mittels PCR-Test freitesten. Sprich: “Dass nur die Kinder in Quarantäne sind, bei denen es unvermeidbar ist”, so Netzer. Diese Maßnahme gilt dann bundesweit.