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Mordversuch

Schuss in Favoriten: Polizei schnappt Mordverdächtigen nach 16 Jahren

Schuss in Favoriten: Polizei schnappt Mordverdächtigen nach 16 Jahren
FOTO: iStock/Stefan Rotter
2 Min. Lesezeit |

**Nach 16 Jahren auf der Flucht endete die Geschichte eines mutmaßlichen Schützen bei einer Routinekontrolle. Der wegen versuchten Mordes Gesuchte hatte kein Glück.**

Nach 16 Jahren endete die Flucht eines wegen Mordversuchs gesuchten Mannes in Bad Leonfelden. Am Donnerstag nahmen Beamte den 51-Jährigen fest, der im Juli 2009 in Wien-Favoriten einen Schuss auf einen Georgier abgegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte den Vorfall, bei dem das 38-jährige Opfer damals eine Schussverletzung an der Hüfte erlitt und notoperiert werden musste.

Der Vorfall ereignete sich in der Staudiglgasse, nachdem das Opfer angeblich einen Kontrahenten mit einem Messer bedroht hatte. Laut damaligen Polizeiermittlungen war dem Schuss ein Streit am Antonsplatz vorausgegangen – zwischen dem später Verletzten und drei Begleitern auf der einen sowie zwei weiteren Männern auf der anderen Seite. Die Beteiligten stammten vermutlich alle aus Georgien.

Die Polizei stellte am Tatort insgesamt drei Stichwaffen sicher, nachdem das Opfer mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden war. Bei seiner Befragung bereits einen Tag nach dem Vorfall zeigte sich das Opfer wenig kooperativ und behauptete, die Auseinandersetzung sei zufällig entstanden. Er kenne weder seine Mitstreiter noch die Gegner und habe auch kein Messer bei sich gehabt. Zudem gab er an, zum ersten Mal in dem Park gewesen zu sein.

Zufällige Festnahme

Die Ermittler konnten offenbar dennoch rasch einen Tatverdächtigen identifizieren. Der EU-weite Haftbefehl gegen den Mann wurde bereits 2014 von der Staatsanwaltschaft Wien ausgestellt. Seine Festnahme erfolgte nun durch Zufall: Eine Polizeistreife aus Leopoldschlag kontrollierte am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr auf einem Parkplatz in Bad Leonfelden den Fahrer eines Fahrzeugs.

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📍 Ort des Geschehens

Da der 51-Jährige keinen gültigen Führerschein besaß und sich illegal in Österreich aufhielt, nahmen ihn die Beamten zunächst nach dem Fremdenpolizeigesetz fest. Erst weitere Datenbankabfragen förderten den bestehenden EU-Haftbefehl wegen versuchten Mordes zutage.

Der Festgenommene wurde in die Justizanstalt Wels gebracht.

Weiteres Verfahren

Am Freitag beantragte die Staatsanwaltschaft Wien die Verhängung der Untersuchungshaft. Wie die Sprecherin der Anklagebehörde erläuterte, wird das Landesgericht für Strafsachen Wien über diesen Antrag entscheiden.

Falls Untersuchungshaft verhängt wird, erfolgt die Überstellung des Beschuldigten nach Wien.

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KO KOSMO-Redaktion
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