Ein außergewöhnliches Video aus China bringt Autos von Audi und VW mit stark verformten Karosserien ins Rampenlicht. Hinter den auffälligen Beulen steckt jedoch eine einfache Erklärung.

Hitze beeinträchtigt Fahrzeuge
Nicht nur Europa kämpft sich durch die Sommerhitze, auch in China steigen die Temperaturen merklich an. Besonders in Großstädten wie Peking, Shanghai oder Chongqing werden aktuell bis zu 37 Grad Celsius gemessen. Diese extremen Temperaturen belasten nicht nur die Menschen, sondern wirken sich auch auf die Fahrzeuge aus. Ein kürzlich veröffentlichtes Video aus China verdeutlicht dies auf dramatische Weise.
Kurioses Phänomen in der Hitze – „Schwangere Autos“
Der Clip, der auf der Plattform X (vormals Twitter) kursiert und von der österreichischen Unwetterzentrale geteilt wurde, zeigt riesen Blasen, die sich auf den Motorhauben diverser Autos bilden. Der Wetterdienst verspottet das ungewöhnliche Phänomen als „schwangere Autos“. Jennifer Zeng, Menschenrechtsaktivistin und Autorin, kommentiert humorvoll: „Made-in-China Autos werden ‚schwanger‘, wenn es zu heiß ist.“
Zur aktuellen Hitze dieser kuriose Beitrag aus China: Schwangere Autos 😜
— uwz.at (@uwz_at) August 11, 2024
(zu sehen sind offensichtlich Fahrzeuge mit nachträglich aufgetragenen Folienlackierungen) https://t.co/dU2etR0UvB
Folienlackierungen als Ursache
Bei den im Video gezeigten Fahrzeugen, allesamt Modelle von Audi und VW, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um selbstverformende Karosserien. Die Vorstellung, dass die Motorhaube eines Autos bei Temperaturen über 30 Grad Celsius derartig aufbläht, erscheint unwahrscheinlich. Die österreichische Unwetterzentrale bemerkt zudem, dass „offensichtlich Fahrzeuge mit nachträglich aufgetragenen Folienlackierungen“ betroffen sind. Auch Nutzer der Plattform X postulieren, dass die Blasenbildung auf minderwertige Vinyl-Folierungen zurückzuführen ist, die gegenüber intensiver Hitze empfindlich reagieren.
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Kosten und Sicherheit
Laut ADAC können die Kosten für eine komplette Folierung – wie bei den im viralen Video gezeigten Autos – bis zu 5000 Euro betragen. Die unschönen „Blähbäuche“ auf der Karosserie sind daher besonders ärgerlich für die Fahrzeughalter. Diese Blasenbildung wirft zusätzlich die Frage der Verkehrssicherheit auf. Der ADAC betont, dass Folierungen hinsichtlich der Verkehrssicherheit gewissenhaft geprüft werden sollten. Zudem empfiehlt der Automobilclub, die Folien je nach Qualität und Beanspruchung alle zwei bis zehn Jahre auszutauschen.
Um die Blasenbildung zu vermeiden und die Folierung nicht frühzeitig wechseln zu müssen, ist es ratsam, Fahrzeuge bei hohen Temperaturen im Schatten oder in der Garage zu parken. Generell wird Autofahrern empfohlen, die Überhitzung ihres Autos im Sommer zu verhindern.