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Friedensverhandlungen

Selenskyj: „Putin stoppt nur, wenn ihm der Treibstoff ausgeht

Selenskyj: „Putin stoppt nur, wenn ihm der Treibstoff ausgeht
(FOTO: EPA/PRESIDENTIAL PRESS SERVICE)
3 Min. Lesezeit |

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei der YES 2025-Konferenz deutlich gemacht, dass territoriale Zugeständnisse an Moskau den Konflikt nicht lösen werden. „Manche könnten denken, dass Gebietsaustausch oder der Versuch, Putin durch Wiederaufnahme des Handels zu locken, diesen Krieg beenden könnten. Das ist nicht wahr“, erklärte Selenskyj. Die russische Kriegsmaschinerie werde erst dann zum Stillstand kommen, „wenn ihr der Treibstoff ausgeht“.

Keine Zugeständnisse

In seiner Rede unterstrich der ukrainische Staatschef, dass Putin die vollständige Besetzung der Ukraine anstrebe. Um den Kremlchef zum Umdenken zu bewegen, seien entschlossene Maßnahmen nötig: „Dies kann nicht nur durch Überzeugung und Dialog erreicht werden. Es braucht starken Druck, damit Putin, anstatt die Ukraine zu besetzen, den Erhalt seiner Wirtschaft zum Ziel hat.“

Diese Einschätzung deckt sich mit aktuellen Analysen internationaler Experten, die bestätigen, dass Putin weiterhin an seinen Maximalforderungen festhält. Dazu gehören nicht nur die vollständige Kontrolle über die Ukraine, sondern auch die internationale Anerkennung der Annexionen und die Neutralität der Ukraine. Kompromissbereitschaft seitens Moskaus ist derzeit nicht erkennbar.

Selenskyj verwies auf die Notwendigkeit, Sicherheitslücken zu schließen, die Russland auszunutzen versuche. „Genau deshalb schaffen wir ein neues System von Sicherheitsgarantien, das auf unserer starken Armee basiert“, führte er aus. Eine effektive Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa sei dabei unerlässlich.

Militärexperten warnen vor Putins Strategie eines langen Abnutzungskriegs, bei dem die russische Führung durch Überlegenheit an Ressourcen und Ausdauer die Ukraine und ihre westlichen Unterstützer zermürben will.

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Kelloggs Wirkung

Mit einer bemerkenswerten Beobachtung sorgte der ukrainische Präsident für Aufsehen: Während der Anwesenheit des US-Sonderbeauftragten Keith Kellogg in Kiew würden die russischen Truppen keine Massenangriffe durchführen. „Ich bin bereit, General Kellogg die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Alles, was nötig ist, ist eine Wohnung, wenn das Russland dazu bringen wird, das Feuer einzustellen“, scherzte Selenskyj, fügte jedoch hinzu: „Das ist nicht wirklich ein Scherz. Wenn der Vertreter des amerikanischen Präsidenten Trump in Kiew ist, gibt es keine Massenangriffe. Die Mörder halten sich mit dem Morden zurück.“

Diese Zurückhaltung sei bei Vertretern anderer Staaten oder internationaler Organisationen nicht zu beobachten. „Es funktioniert auch nicht mit Vertretern internationaler Organisationen. Als der UN-Generalsekretär in Kiew war, hat Putin zugeschlagen. Sogar ziemlich spektakulär“, erinnerte Selenskyj. Gleiches gelte für Besuche von OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), NATO und IWF.

Amerikas Einfluss

Die USA hätten nach Selenskyjs Einschätzung die Macht, Putin zu beeinflussen und „zumindest sein Verhalten zu korrigieren“. Dies könnte „vielleicht eine Option für die Umsetzung der Waffenruhe sein, von der US-Präsident Donald Trump bereits im Februar gesprochen hat“.

Die besondere Rolle der USA im Ukraine-Konflikt zeigt sich nicht nur in der militärischen und finanziellen Unterstützung, sondern auch in der psychologischen Wirkung auf den Kreml. Experten sehen in der amerikanischen Position den entscheidenden Faktor für mögliche Verhandlungslösungen, da nur die USA über ausreichend Einfluss verfügen, um Putin zu einer Kurskorrektur zu bewegen.

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KO KOSMO-Redaktion
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