Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Horror-Unfall

Seniorinnen wollen auf fahrenden Zug aufspringen – Oberschenkel abgetrennt

Seniorinnen wollen auf fahrenden Zug aufspringen – Oberschenkel abgetrennt
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Fatale Zigarettenpause: Zwei Frauen wollten in einen bereits anfahrenden Zug springen – mit dramatischen Folgen. Eine verlor ihr Bein, die andere erlitt schwere Kopfverletzungen.

Am Freitagabend erlitten zwei Frauen schwere Verletzungen am Bahnhof Hohenau an der March in Niederösterreich. Der Regionalzug von Wien nach Breclav in Tschechien musste aufgrund eines Rotsignals kurz außerhalb des Bahnhofs stoppen. Diese kurze Unterbrechung nutzten eine 60-jährige und eine 82-jährige Frau für eine Zigarettenpause und verließen den Zug, wie die Polizei mitteilte.

📍 Ort des Geschehens

Als die Garnitur nach etwa einer Minute wieder anfuhr, versuchten beide, auf den bereits rollenden Zug aufzuspringen. Dabei geriet die jüngere der beiden Frauen mit einem Bein unter den Zug, was zur Abtrennung ihres Oberschenkels führte. Die ältere Frau zog sich bei dem Vorfall Kopfverletzungen zu.

⇢ Zug erfasst Auto: 100 Passagiere gestrandet, Fahrer verletzt

Technische Details

Der Sprecher der ÖBB erklärte, dass es sich bei dem Zug um eine ältere Garnitur der tschechischen Bahn handelte. Im Gegensatz zu modernen Fahrzeugen verfügte diese nicht über elektronisch verriegelte Türen, sondern über manuell zu öffnende Einstiege. Diese Bauart erhöht das Unfallrisiko beim Ein- und Aussteigen erheblich, da Passagiere die Türen jederzeit während der Fahrt bedienen können.

Sowohl die Polizei als auch die ÖBB bestätigten, dass der Zugführer den Vorfall nicht bemerkte und erst im Bahnhof Breclav davon erfuhr. Die Verletzten wurden durch einen Wagenmeister entdeckt, der ihre Hilferufe hörte und umgehend die Rettungskette auslöste.

Grenzüberschreitende Hilfe

Nach der Erstversorgung wurden beide Frauen per Notarzthubschrauber in Krankenhäuser geflogen – die schwerer verletzte 60-Jährige ins St. Anna Krankenhaus nach Brno, die 82-Jährige ins Krankenhaus Mistelbach. „Die Zusage zur Aufnahme in Brno erfolgte binnen weniger Minuten in direkter Abstimmung mit dem Leiter der Notaufnahme“, teilte Notruf NÖ am Samstag in einer Aussendung mit.

„Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie gut die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst funktioniert“, sagte Notruf NÖ-Sprecher Philipp Gutlederer. Die österreichisch-tschechische Notfallkooperation ermöglichte eine schnelle Versorgung beider Patientinnen entsprechend der Schwere ihrer Verletzungen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen