Serbien führt absolutes Verbot für Körperstrafe gegen Kinder ein

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Serbien führt absolutes Verbot für Körperstrafe gegen Kinder ein

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Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

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Mit den neuesten Novellen des Familiengesetzes von Serbien wird auch ein komplettes Verbot von Körperstrafen als Erziehungsmittel eingeführt.

Diese Gesetzesänderung kündigte Dragan Vulević, Berater des Ministers für Arbeit, Wohn- und soziale Fragen an. Das Ziel dieser Novelle ist es, die Eltern nicht zu bestrafen, sondern sie zu belehren, dass Körperstrafen gegen Kinder kein geeignetes Erziehungsmittel sind.

Vulević erklärte im Interview für „Politika“, dass niemand aufgrund von vollzogenen Körperstrafen ins Gefängnis, noch um seine Rechte als Erziehungsberechtigter bangen muss, wenn man dem Kind einen Klaps auf den Hinter gibt.

„Das Bewusstsein der Eltern für Erziehungsmethoden ohne Körperstrafe soll erhöht werden. Dies geschieht im Rahmen von Beratungseinrichtungen“, so der Berater des Ministers weiter.

„Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir in diesem Bereich keine Quantensprünge erwarten können. Veränderungen der Einstellung und des Verhaltens brauchen Zeit“, fügte er hinzu.

Vulević erinnert zudem daran, dass das derzeitige Gesetz den Entzug des Sorgerechts bei wiederholter physischer Bestrafung des Kindes vorsieht, insofern diese als Kindesmisshandlung gewertet werden kann. Das Ziel der Novelle sei es, das Bewusstsein für gewaltfreie Erziehung zu stärken und Eltern zu erklären, dass Gürtel und Gerten nicht notwendig seien, um seine Autorität gegenüber dem Nachwuchs zu demonstrieren.

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