Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Experiment

Serbin lässt ChatGPT Wassermelone aussuchen – das Ergebnis verblüfft

Serbin lässt ChatGPT Wassermelone aussuchen – das Ergebnis verblüfft
FOTO: EPA-EFE/FILIP SINGER
2 Min. Lesezeit |

Eine junge Frau aus Serbien sorgte kürzlich mit einem ungewöhnlichen Experiment für Aufsehen in sozialen Medien: Sie ließ künstliche Intelligenz entscheiden, welche Wassermelone sie kaufen sollte. In ihrem viral gegangenen Video dokumentierte sie, wie sie vor einem Berg von Wassermelonen stand, ein Foto machte und ChatGPT um Rat fragte.

Die KI-Antwort kam prompt und erstaunlich detailliert: „Empfehlung: Die Wassermelone in der oberen Reihe, zweite von rechts – erkennbar am leicht cremefarbenen Fleck, der runden Form und den dunkleren grünen Mustern – dürfte eine ausgezeichnete Wahl sein.“ ChatGPT bot sogar an, weitere Tipps zum Testen durch Klopfen oder Drücken zu geben.

Nach dem Kauf folgte die Nagelprobe: Zu Hause schnitt die Serbin die ausgewählte Frucht auf und teilte ihre Begeisterung mit ihren Followern. „Sie ist süß, super und nicht verdorben – sie hat nicht begonnen zu zuckern. Ideal“, schwärmte sie und gab gleich einen Ratschlag mit: „Wenn ihr unsicher seid, fragt beim nächsten Mal einfach ChatGPT.“

Virale Reaktionen

Das Video löste eine Welle von Reaktionen aus. Während manche Nutzer beeindruckt waren – „Wie bin ich nicht selbst darauf gekommen“ oder „Clevere Nutzung von ChatGPT“ –, blieben andere skeptisch. „Unsinn… um die Kunst der Auswahl zu erlernen, muss man den Klang einer reifen Wassermelone beim ‚Klopfen‘ kennen“, lautete ein kritischer Kommentar.

⇢ Selfies mit dem Heiligen Vater: Franziskus warnt vor KI-Gefahren

KI-Zuverlässigkeit

Die Skepsis schien nicht unbegründet: Ein Nutzer stellte die Verlässlichkeit der KI auf die Probe, indem er dasselbe Foto mit identischer Anfrage an ChatGPT schickte – und erhielt eine Empfehlung für eine völlig andere Wassermelone. In den Kommentaren kristallisierte sich schließlich ein differenziertes Fazit heraus: KI-Tools können durchaus nützlich sein, man sollte sich jedoch nicht blind auf sie verlassen.

Globaler TikTok-Trend

Was als einzelnes Experiment begann, hat sich mittlerweile zu einem weltweiten TikTok-Phänomen entwickelt. Seit Juni 2025 haben zahlreiche Nutzer ihre eigenen ChatGPT-Wassermelonen-Tests dokumentiert und geteilt. Die Ergebnisse sind dabei durchaus gemischt: Während einige von der Treffsicherheit der KI begeistert berichten, zeigen andere Videos widersprüchliche Empfehlungen oder enttäuschende Resultate.

⇢ ChatGPT-Genie gründet eigenes Labor – und warnt vor KI-Apokalypse

Besonders auffällig: Bei einer systematischen Testreihe mit identischen Fotos lieferte ChatGPT häufig unterschiedliche Empfehlungen, was die Zuverlässigkeit der Methode in Frage stellt. Die Ergebnisse scheinen stark von der Bildqualität und der genauen Formulierung der Anfrage abzuhängen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen