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Kindesmisshandlung

Siebenjährige fast verhungern lassen – Eltern verweigern jede Aussage

Siebenjährige fast verhungern lassen – Eltern verweigern jede Aussage
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein siebenjähriges Mädchen kämpft ums Überleben – ihr Gewicht lag weit unter dem, was für ihr Alter normal wäre. Die Eltern schweigen.

Zwei Eltern in Untersuchungshaft, ein kleines Mädchen in stationärer Behandlung, der jüngere Bruder in Fremdunterbringung – der Fall aus dem Tiroler Oberland erschüttert die Region. Über einen längeren Zeitraum sollen ein 35-jähriger und ein 40-jähriger Elternteil ihre Tochter systematisch unterernährt haben, sodass das Kind beinahe verhungert wäre. In der Innsbrucker Klinik wurde darüber hinaus ein weit fortgeschrittener Hautausschlag diagnostiziert.

Tirol Kliniken hat sich nun gegenüber dem Nachrichtenportal „Heute“ zum aktuellen Gesundheitszustand des Kindes geäußert. „Sie ist weitestgehend stabil und bekommt hier alles, was sie braucht“, erklärte Pressesprecher Johannes Schwamberger. Das Mädchen sei in der Klinik derzeit vollständig versorgt; Angaben zum konkreten Behandlungsplan seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.

Bei ihrer Einlieferung wog die Siebenjährige lediglich rund 14 Kilogramm – ein Wert, der weit unter dem altersüblichen Normalgewicht von 20 bis 30 Kilogramm liegt.

Eltern schweigen

Die Polizei führt die Ermittlungen mit Hochdruck weiter, die Eltern befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft. Gegenüber „Heute“ teilte die Staatsanwaltschaft mit: „Sie haben bislang noch keine Aussagen gemacht.“

Gegen die Eltern wird wegen des Verdachts des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen nach § 92 Strafgesetzbuch ermittelt, worauf je nach Schwere des Falls Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren vorgesehen sind.

Eine zentrale Frage, die viele beschäftigt, ist jene, weshalb der Zustand des Mädchens nicht früher aufgefallen ist. „Sie wurde nicht in die Schule geschickt, sondern befand sich im häuslichen Unterricht, erläuterte Staatsanwalt Hansjörg Mayr von der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Die Gründe, weshalb die Eltern ihre Tochter zu Hause unterrichteten, sind bislang ungeklärt.

Auch der Bruder des Mädchens war bis zuletzt zu Hause geblieben, da er das Kindergartenalter noch nicht erreicht hatte.

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KO KOSMO-Redaktion
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