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BILDUNGSBONUS

So bekommen Arbeitslose 120 Euro mehr im Monat

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Am Mittwoch wurde im Nationalrat ein Bildungsbonus beschlossen. Arbeitslose erhalten so bei längeren Schulungen künftig zusätzlich vier Euro pro Tag, rund 120 Euro im Monat. Das müssen sie dafür erfüllen…

Der von der Regierung vorgeschlagene Bildungsbonus bekam am Mittwoch grünes Licht im Nationalrat. Bezieher von Arbeitslosengelt bzw. Notstandshilfe sollen demnach vier Euro mehr pro Tag erhalten, das sind rund 120 Euro im Monat. Allerdings gibt es dafür bestimmte Kriterien.

Die Voraussetzungen für mehr Geld
Arbeitslose, die im Auftrag des AMS an einer zumindest viermonatigen Schulung oder einer anderen Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen, werden künftig zusätzlich zum Arbeitslosengeld bzw. zur Notstandshilfe und zum schon bestehenden Schulungszuschlag (knapp über zwei Euro pro Tag) zusätzliche vier Euro, also rund 120 Euro im Monat, erhalten.

Voraussetzung ist, dass die Um- bzw. Nachschulung zwischen Oktober 2020 und Dezember 2021 beginnt. Zusätzlich dazu dürfen vom Träger der Schulungseinrichtung selbst keine Zuschüsse gewährt werden. Zusammen mit dem allgemeinen Schulungszuschlag, der schon jetzt und auch bei kürzeren Kursen gilt, erhöht sich das Arbeitslosengeld für betroffene Schulungsteilnehmer damit um insgesamt 180 Euro. Der Beschluss im Nationalrat erfolgte einstimmig, auch die NEOS stimmten zu.

Frauen und niedrig Qualifizierte profitieren am meisten
Wie Lukas Brandweiner (ÖVP) erklärte, ist der Bildungsbonus als Unterstützung zur Corona-Arbeitsstiftung gedacht. Mit einer Sonderdotierung von 700 Mio. Euro sollen bis zu 100.000 Arbeitslose für berufliche Tätigkeiten, die stark nachgefragt sind, qualifiziert werden. Das betrifft etwa die Bereiche Digitalisierung, erneuerbare Energien und Pflege.

Man rechnet damit, dass vor allem auch Frauen und niedrig Qualifizierte vom Bildungsbonus profitieren werden. Auf der einen Seite gebe es viele Arbeitslose, auf der anderen Seite würden viele Unternehmen nach wie vor Fachkräfte suchen. Arbeitsministerin Christine Aschbacher kündigte in diesem Zusammenhang einen besonderen Schwerpunkt für Frauen an. Generell würde man in Österreich nicht zuletzt durch die beschlossenen Hilfsmaßnahmen besser durch die Corona-Krise komme als andere Länder, heißt es aus dem Nationalrat. So wurden erst kürzlich mit der Einmalzahlung für Arbeitslose mehr als 400.000 Menschen unterstützt.