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Hoher Schaden

Sohn hat Darmkrebs“: 83-Jährige fällt auf Betrüger rein

Sohn hat Darmkrebs“: 83-Jährige fällt auf Betrüger rein
FOTO: iStock/Tero Vesalainen
2 Min. Lesezeit |

Mit einer erfundenen Krebsdiagnose und einem angeblichen Wundermedikament brachten Betrüger eine 83-Jährige um ihre Wertsachen im sechsstelligen Bereich.

Eine 83-jährige Frau aus Ranshofen wurde Opfer einer ausgeklügelten Betrugsmasche, bei der sie Schmuck und Uhren im Wert von 280.000 Euro verlor. Die Täter nutzten eine erfundene Krebserkrankung ihres Sohnes als Druckmittel. Am 30. April kontaktierte ein Unbekannter die Seniorin telefonisch und stellte sich als Professor eines Wiener Krankenhauses vor. Er behauptete, ihr Sohn sei mit akutem Darmkrebs eingeliefert worden.

Der Anrufer versicherte zwar, die Erkrankung sei heilbar, knüpfte dies jedoch an ein angebliches Spezialmedikament aus der Schweiz zum Preis von 280.000 Euro. Da die Pensionistin nicht über ausreichend Bargeld verfügte, erklärte sich der vermeintliche Mediziner bereit, auch Wertgegenstände als Zahlung anzunehmen. Kurz darauf übergab die Frau einem Unbekannten auf dem Parkplatz ihres Wohnhauses wertvollen Schmuck und hochpreisige Uhren.

Erst am Folgetag durchschaute die 83-Jährige den Betrug und meldete den Vorfall bei der Polizei. Von den Tätern und den entwendeten Wertgegenständen fehlt bislang jede Spur.

Laut Statistiken des Innenministeriums wurden in Österreich im Jahr 2024 über 150 ähnliche Betrugsmaschen mit vorgetäuschten Krankheitsdiagnosen von Angehörigen registriert. Die Gesamtschadenssumme liegt bei rund 3,5 Millionen Euro. Der sogenannte „Schockanruf“ zählt mit dem „Neffentrick“ und dem „falschen Polizisten“ zu den häufigsten Betrugsformen, die speziell auf Senioren abzielen.

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Schutz vor Betrügern

Bei verdächtigen Anrufen empfiehlt die Polizei, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Bieten Sie stattdessen einen Rückruf an. Betrüger werden typischerweise versuchen, das Gespräch aufrechtzuerhalten – legen Sie in diesem Fall auf.

Beachten Sie: Polizeibeamte nehmen niemals Wertgegenstände oder Bargeld in Verwahrung und fordern keine Überweisungen auf fremde Konten an. Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn nach finanziellen Mitteln oder Wertgegenständen gefragt wird.

Seniorenverbände raten, bei unerwarteten Notrufen stets Angehörige oder die genannte Institution direkt zu kontaktieren und niemals Wertgegenstände an unbekannte Personen zu übergeben. Der Dachverband der Wiener Pensionistenklubs betont zudem, dass die Sensibilisierung im familiären Umfeld entscheidend ist, um ältere Menschen vor betrügerischen Schockanrufen zu schützen.

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KO KOSMO-Redaktion
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