Eine Stunde weniger Schlaf, dafür längere Abende: Ende März dreht Österreich wieder an der Uhr – mit spürbaren Folgen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 29. März 2026, ist es wieder so weit: Österreich stellt die Uhren auf Sommerzeit um. Um 2 Uhr nachts springt die Zeit automatisch auf 3 Uhr vor – eine Stunde geht verloren, dafür gewinnen die Abende spürbar an Helligkeit.
Der Unterschied im Tageslichtverlauf ist dabei beträchtlich. Anfang Februar versank die Sonne noch kurz nach 17 Uhr, die Tageslänge betrug kaum zehn Stunden. Nach der Umstellung Ende März hingegen wird es erst gegen 19.25 Uhr dunkel, die Tage erstrecken sich auf rund 12,5 Stunden – ein Zuwachs von fast drei Stunden gegenüber dem tiefsten Winter.
EU-Regelung seit 1996
Dass der Termin heuer auf den 29. März fällt und damit einen Tag früher als noch 2025, erklärt sich aus der geltenden EU-Verordnung. Sie schreibt seit 1996 vor, dass die Sommerzeit stets am letzten Sonntag im März beginnt. Da sich die Wochentage im Kalender von Jahr zu Jahr verschieben, war dieser Termin 2025 der 30. März – 2026 ist es bereits der 29.
Risiken der Umstellung
Die Kehrseite der Umstellung ist bekannt: Die Nacht von Samstag auf Sonntag fällt um eine Stunde kürzer aus, und viele Menschen kämpfen in den Tagen danach mit einem gestörten Schlafrhythmus, der einem leichten Jetlag ähnelt. Besonders für Pendler kann dieser Effekt zusätzliche Risiken mit sich bringen. Wenn der menschliche Tagesablauf sich plötzlich verschiebt, Wildtiere aber weiterhin ihrem natürlichen Dämmerungsrhythmus folgen, erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen im Straßenverkehr. Rehe und andere Tiere orientieren sich am Lichtstand – nicht an der Uhrzeit.
Auf EU-Ebene wird die halbjährliche Zeitumstellung seit Jahren kritisch diskutiert, eine Abschaffung ist bislang jedoch nicht erfolgt. Die bestehende Regelung gilt weiterhin unverändert. Der nächste Wechsel zurück zur Winterzeit ist bereits terminiert: Am 25. Oktober 2026 werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt.