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Bankomatbande

Spektakuläre Bankomat-Serie: Angeschossen, verhaftet, ausgeliefert – Prozess startet

Spektakuläre Bankomat-Serie: Angeschossen, verhaftet, ausgeliefert – Prozess startet
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Nächtliche Detonationen, Beute von über 280.000 Euro und eine Flucht, die mit Schüssen endet – drei Männer stehen nun wegen spektakulärer Bankomatensprengungen vor Gericht.

Am Donnerstag steht am Wiener Landesgericht ein brisanter Prozess bevor: Drei Männer müssen sich wegen ihrer mutmaßlichen Zugehörigkeit zu einer international operierenden Bande von Geldautomatensprengern verantworten. Die Angeklagten im Alter von 24, 33 und 36 Jahren sehen sich mit Vorwürfen zu insgesamt vier Taten konfrontiert – darunter ein besonders spektakulärer nächtlicher Vorfall in der Vorgartenstraße in Wien.

Anfang April sollen die drei Beschuldigten gemeinsam mit einem noch nicht identifizierten Mittäter in einer Bankfiliale drei Geldautomaten mittels Fernzündung von außerhalb des Gebäudes gesprengt haben. Die Detonationen hinterließen erhebliche Schäden im Eingangsbereich und verursachten massive Trümmermengen. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft erbeuteten die Täter etwa 85.000 Euro. Ein deutlich höherer Betrag verblieb jedoch am Tatort, da die Polizei rascher eintraf als von den Tätern kalkuliert.

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Weitere Sprengungen

Die Serie geht laut Anklageschrift jedoch weiter: Die Beschuldigten sollen – teils in unterschiedlicher Zusammensetzung – für weitere Angriffe auf Bankomaten verantwortlich sein. Im Jänner wurden in einer Filiale im Wohnpark Alterlaa in Wien-Liesing ebenfalls drei Geldautomaten gesprengt, wobei die Täter knapp 90.000 Euro erbeuteten.

Die kriminellen Aktivitäten setzten sich im Februar fort: Ein Sprengversuch am Wienerberg in Wien schlug fehl, weil der Explosivstoff nicht detonierte. Nur drei Tage danach kam es in Salzburg zum nächsten erfolgreichen Anschlag: Nach dem Aufhebeln eines Automaten brachten die Täter einen Sprengsatz zur Explosion. Bei dieser Tat sollen rund 108.000 Euro entwendet worden sein.

Festnahme erfolgt

Der Fluchtversuch des jüngsten Angeklagten endete abrupt: Bei der polizeilichen Verfolgung wurde er angeschossen und festgenommen. Seine mutmaßlichen Komplizen entkamen zunächst ins Ausland – allerdings nur vorübergehend. Zwei der Verdächtigen wurden in den Niederlanden aufgespürt, verhaftet und im Sommer nach Wien überstellt.

Seit August befinden sich alle drei Beschuldigten in der Justizanstalt Josefstadt in Wien in Untersuchungshaft.