Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Alkoholverbot

Split macht dicht: Bürgermeister will nächtlichen Alkoholverkauf einschränken

Split macht dicht: Bürgermeister will nächtlichen Alkoholverkauf einschränken
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Split dreht den Zapfhahn zu – zumindest nachts. Bürgermeister Suta kämpft im Parlament für ein Alkoholverbot mit weitreichenden Folgen.

Der Bürgermeister von Split, Tomislav Suta, hat ein Bündel an Maßnahmen ins Spiel gebracht, das auf eine umfassende Regulierung des nächtlichen Alkoholverkaufs in der Stadt abzielt – verbunden mit dem erklärten Ziel, die öffentliche Sicherheit zu stärken und der wachsenden Sorge um die psychische Gesundheit junger Menschen entgegenzuwirken. Suta bestätigte, dass die Debatte über eine Novellierung des kroatischen Handelsgesetzes voraussichtlich in der kommenden Woche im Parlament aufgerufen wird – und er will sich dort persönlich für die Vorhaben stark machen.

Kernstück des geplanten Rahmens ist ein Verkaufsverbot für Alkohol zwischen 21:00 und 6:00 Uhr, wobei den Kommunen ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt werden soll, darüber hinaus eigene Regelungen zu erlassen. Split arbeitet Suta zufolge bereits an einem stadteigenen Vorschlag, der in ein öffentliches Konsultationsverfahren münden soll und sich vorrangig auf das Stadtzentrum konzentriert.

Splits Schutzstrategie

Bei einer Pressekonferenz am Samstag im Banovina-Gebäude in Split, zu der auch die Abgeordneten Matea Dorcic und Ivo Bilic erschienen waren, machte der Bürgermeister deutlich, dass Split konkrete Antworten auf die zunehmenden Probleme rund um Alkoholkonsum, öffentliche Störungen und das Wohlergehen junger Menschen suche. Darüber hinaus sprach sich Suta für ein Verbot des Verkaufs von Energy-Drinks an Kinder und Jugendliche aus – eine Maßnahme, die er als Teil einer breiteren Schutzstrategie für die psychische Gesundheit junger Menschen einordnete.

Sowohl kroatische als auch internationale Daten belegten steigende Alkoholismusraten, während psychische Erkrankungen bei Jugendlichen ein immer drängenderes Problem darstellten, so der Bürgermeister.

Gastronomie ausgenommen

Suta hob hervor, dass die geplanten Einschränkungen den Betrieb von Gastronomiebetrieben nicht tangieren sollen – es gehe vielmehr darum, einen verantwortungsvollen Umgang mit Bars, Restaurants und ähnlichen Einrichtungen zu fördern. In den vergangenen Jahren habe die Stadt zunehmend mit unangemessenen Szenen zu kämpfen gehabt: Sowohl einheimische als auch auswärtige Besucher seien spät abends mit Alkoholflaschen in der Hand durch die Straßen gezogen.

Ergänzend dazu plant Split eine Ausweitung der nächtlichen Überwachung sowie eine engere Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Dienststellen, um Ordnung und Sicherheit im gesamten Stadtgebiet zu festigen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen