250 Passagiere, ein stehender Railjet, gesperrte Gleise – zwischen Wien und dem Flughafen lief am Dienstag nichts mehr nach Plan.
Ein technischer Defekt an einem Railjet hat am Dienstag einen Großeinsatz ausgelöst. Der rund 200 Meter lange Personenzug war nicht mehr in der Lage, seine Fahrt fortzusetzen, woraufhin in Absprache mit dem zuständigen ÖBB-Einsatzleiter die Evakuierung der rund 250 an Bord befindlichen Fahrgäste eingeleitet wurde. Für die gesamte Dauer des Einsatzes war der Zugverkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt vollständig gesperrt.
Geordnete Evakuierung
Sobald die Gleisanlage für die Einsatzkräfte freigegeben worden war, konnte mit der Evakuierung begonnen werden. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schwechat, der Polizei, des Roten Kreuzes sowie Mitarbeiter der ÖBB leiteten die Passagiere zunächst in den hintersten Waggon des Zuges. Von dort gelangten die Fahrgäste über zwei Rettungsplattformen auf das Gleisbett und wurden anschließend geordnet zu einer gegenüberliegenden Fluchtwegtür sowie weiter zu einem Sammelplatz geleitet.
Besondere Aufmerksamkeit galt dabei Familien mit Kindern sowie Reisenden mit umfangreichem Gepäck, um einen sicheren und geordneten Ablauf zu gewährleisten. Das Rote Kreuz Schwechat richtete in einem nahegelegenen Bereitstellungsbereich einen Betreuungsplatz ein, an dem die betroffenen Fahrgäste medizinisch versorgt und betreut wurden. Zusätzlich verteilten die Einsatzkräfte Wasser an die Wartenden.
Ersatzverkehr eingerichtet
Im Anschluss richteten die ÖBB einen Schienenersatzverkehr in Richtung Flughafen Wien ein, sodass die Passagiere ihre Reise mit bereitgestellten Bussen fortsetzen konnten. Der Zug war in Fahrtrichtung Flughafen Wien unterwegs gewesen, als er zwischen den Stationen Wien-Kaiserebersdorf und Schwechat zum Stehen kam. An Bord befanden sich neben zahlreichen Kindern auch viele Reisende mit Koffern und weiterem Reisegepäck.