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Migrationskrise

Migranten fluten Ceutas Strände: Spanische Exklave versinkt im Chaos (VIDEO)

Migranten fluten Ceutas Strände: Spanische Exklave versinkt im Chaos (VIDEO)
Foto: epa/REDUAN DRIS
2 Min. Lesezeit |

Ein einziger Tag, tausende Menschen im Meer – Ceuta erlebt einen Ansturm, der die Behörden an ihre Grenzen treibt.

An einem einzigen Tag verwandelte sich die spanische Exklave Ceuta in den Mittelpunkt eines der dramatischsten Migrationsgeschehen der jüngeren europäischen Geschichte. Tausende Menschen überquerten die Grenze von Marokko aus, indem sie ins Meer stiegen und die Küste Ceutas schwimmend erreichten – eine gefährliche Route entlang einer felsigen, von Wellen gepeitschten Küstenlinie. Wer das Ufer erreichte, kniete nieder, küsste den Sand und rief „Es lebe Spanien“, bevor die Ankömmlinge auf die nicht abgesperrte Straße strömten.

Die Beamten der Guardia Civil waren der Lage nicht mehr gewachsen und ließen die Menschen passieren, wie die spanische Zeitung „El País“ berichtete. Bereits in den Tagen zuvor hatten rund 1.500 Menschen die Exklave über den Seeweg erreicht – eine Zahl, die am Donnerstag offenbar deutlich übertroffen wurde. Nach offiziellen Angaben erreichten innerhalb von etwa 24 Stunden rund 8.000 Migranten die Exklave, darunter etwa 1.500 Minderjährige.

Chaos am Strand

Anfangs gelang es den Behörden noch, einzelne Migranten in Aufnahmezentren unterzubringen, doch ein Teil von ihnen entzog sich der Kontrolle und flüchtete. Am Strand herrschten laut Berichten chaotische Verhältnisse: Schwimmhilfen, Flossen und Neoprenanzüge lagen überall verstreut. Guardia Civil und Rettungskräfte konzentrierten sich auf die Versorgung Verletzter, wobei die Sprachbarriere die Arbeit zusätzlich erschwerte.

Der Präsident der Exklave, Juan Jesús Vivas, appellierte an die Zentralregierung in Madrid, den nationalen Notstand auszurufen. Die Stadt stehe unter enormem Druck – allein pro Nacht kämen derzeit 40 bis 50 Personen neu an. Auch Todesopfer wurden aus dem Wasser geborgen.

Juristischer Auslöser

Als möglicher Auslöser des Ansturms gilt ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das einer sofortigen Rückführung jener Migranten entgegensteht, die Ceuta auf dem Seeweg erreichen.

Lediglich Personen, die Grenzbefestigungen wie Zäune überwinden, können demnach unmittelbar zurückgewiesen werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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