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Tumorwachstum

Studie enthüllt: COVID-Infektion erhöht Risiko für Lungenkrebs

Studie enthüllt: COVID-Infektion erhöht Risiko für Lungenkrebs
FOTO: iStock/Chinnapong
2 Min. Lesezeit |

Eine neue Studie bringt schwere COVID-19-Verläufe mit einem langfristigen Krebsrisiko in Verbindung – mit weitreichenden Folgen für die Medizin.

Einer neuen US-amerikanischen Studie zufolge könnten Menschen, die einen schweren COVID-19-Verlauf durchgemacht haben, langfristig ein erhöhtes Risiko entwickeln, an Lungenkrebs zu erkranken. Schwere Verläufe der Coronavirus-Erkrankung können demnach dauerhafte Veränderungen im Lungengewebe hinterlassen, die noch Monate oder Jahre nach der Infektion die Entstehung oder das Wachstum von Tumoren begünstigen.

„Ein schwerer Verlauf von Covid-19 oder Grippe kann die Lunge in einen lang anhaltenden Entzündungszustand versetzen, der es Krebs später erleichtert, sich dort anzusiedeln“, erklärt Jie Sun, Professor für Medizin und Leiter der Forschungsgruppe.

Erhöhtes Krebsrisiko

Betroffen von diesem erhöhten Risiko sind nach aktuellem Forschungsstand vor allem jene Personen, die aufgrund eines schweren Krankheitsverlaufs stationär behandelt werden mussten. Patienten mit vorangegangener COVID-19-bedingter Krankenhausbehandlung weisen ein 1,24-faches erhöhtes Lungenkrebsrisiko auf. Wer hingegen nur leichte oder kaum spürbare Symptome hatte, muss sich derzeit keine zusätzlichen Sorgen machen.

Darüber hinaus legen die Studienergebnisse nahe, dass Schutzimpfungen gegen Grippe oder Corona indirekt dazu beitragen könnten, das spätere Krebsrisiko zu senken – indem sie schwere Krankheitsverläufe von vornherein verhindern.

Früherkennung entscheidend

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verbinden mit ihren Erkenntnissen die Hoffnung, dass Medizinerinnen und Mediziner künftig besser in der Lage sein werden, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren und engmaschiger zu begleiten.

Denn der Zeitpunkt der Diagnose ist bei Lungenkrebs von entscheidender Bedeutung: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto größer sind in der Regel die Behandlungschancen.

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KO KOSMO-Redaktion
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