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Tanz auf Gräbern von Soldaten: Schwestern droht Gefängnis

Tanz auf Gräbern von Soldaten: Schwestern droht Gefängnis
(FOTO: Printscreen/ Twitter)
3 Min. Lesezeit |

Zwei ukrainische Schwestern, die ein Video von sich beim tanzen auf den Gräbern gefallener Soldaten auf einem Friedhof in Kiew veröffentlichten, sehen sich mit einem Strafverfahren und einer möglichen Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren konfrontiert. Die Schwestern haben sich öffentlich für ihre unangemessene Aktion entschuldigt.

Ein kontroverses Video hat in der Ukraine für Aufsehen gesorgt: Zwei Schwestern filmten sich beim tanzen auf den Gräbern gefallener Soldaten auf einem Friedhof in Kiew. Die unangemessene Aktion, die am Unabhängigkeitstag der Nation stattfand, könnte den Frauen nun eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren einbringen.

Zwischen Gräbern von Soldaten getanzt

Die Schwestern, die das Grab ihres Vaters besuchten, der bei der Verteidigung der Ukraine gegen die russische Invasion in der Nähe von Izijum getötet worden war, wurden dabei gefilmt, wie sie zwischen den mit Blumen geschmückten Gräbern zweier Soldaten tanzten. Sie trugen T-Shirts, Shorts und die beliebten „Crocs“-Schuhe.

Die Kiewer Polizei reagierte schnell auf den Vorfall. „Ermittler der Desnjaner Polizeibehörde haben in Absprache mit der Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren nach Abschnitt 2 des Artikels 297 des Strafgesetzbuches der Ukraine – Beleidigung des Friedhofs – eingeleitet. Den Angeklagten droht eine Freiheitsbeschränkung für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren oder eine Freiheitsstrafe im gleichen Zeitraum“, heißt es in einer offiziellen Erklärung.

Die Schwestern haben sich inzwischen öffentlich für ihr Verhalten entschuldigt. Auf Instagram veröffentlichten sie ein Video, in dem sie sagen: „Meine Schwester und ich möchten uns bei allen entschuldigen, uns für unser unbedachtes Video entschuldigen. Unser Ziel war es absolut nicht, jemanden zu verunglimpfen, am wenigsten das Andenken an unsere gefallenen Helden.“

Ernsthafte Strafe

Sie fügten hinzu: „Wir verstehen, dass unser Handeln nicht an dem Ort stattfinden sollte, an dem unser Vater zusammen mit anderen gefallenen Verteidigern der Ukraine begraben ist. Wir sind aufrichtig traurig und bitten um Vergebung für unsere Dummheit. Wir verstehen voll und ganz, wie beschämend unsere Handlung ist und wir schämen uns jetzt. Wir bitten um Vergebung von allen, die sich vielleicht beleidigt fühlen. Bitte verzeihen Sie uns diesen schrecklichen Fehler.“

Trotz ihrer Entschuldigung droht den Schwestern eine ernsthafte Strafe. Die ukrainische Gesetzgebung sieht für Grabschändung eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vor.

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KO KOSMO-Redaktion
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