Rinder per Lkw, dann per Frachtflieger nach Zentralasien – mitten durch Oberösterreich. Ein Grünen-Politiker zieht jetzt eine klare Linie.
Stefan Kaineder, Landessprecher der Grünen in Oberösterreich, spricht sich klar gegen die Praxis der Rinder-Langstreckentransporte über den Flughafen Linz-Hörsching aus. Die Tiere werden per Lkw nach Oberösterreich gebracht und von dort mit Frachtflugzeugen nach Zentralasien transportiert – eine Praxis, die Kaineder als untragbar bezeichnet.
Besonderes Gewicht erhält seine Kritik durch den Umstand, dass der oberösterreichische Landtag kürzlich beschlossen hat, den 50-Prozent-Anteil der Stadt Linz am Flughafen zu übernehmen. Dadurch befindet sich der Flughafen Linz-Hörsching künftig vollständig im Eigentum des Landes Oberösterreich. Damit, so Kaineder, gehe auch die volle Verantwortung für alle dort stattfindenden Geschäftsaktivitäten auf das Land über.
Kaineders Forderung
Für den Grünen-Landessprecher sind die Transporte nach Zentralasien schlicht nicht nachvollziehbar. Mit dem Übergang des Flughafens in öffentliches Eigentum sieht er die Verantwortung für eine ethisch vertretbare Nutzung der Infrastruktur eindeutig beim Land – und drängt auf rasche Konsequenzen. „Rinder sind fühlende Lebewesen und keine Frachtstücke, die wir beliebig um die halbe Welt schicken können“, betont Kaineder.
„Wenn der Flughafen zu 100 Prozent dem Land Oberösterreich gehört, dann tragen wir auch zu hundert Prozent Verantwortung dafür, welche Geschäfte dort stattfinden“, erklärt Kaineder. Ein Flughafen in öffentlicher Hand dürfe nicht länger als Drehscheibe für sinnlose und grausame Tiertransporte dienen – das ist seine unmissverständliche Forderung.