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Tenniskrise

Tennis-Legende am Scheideweg: Djokovic vor Karriereende?

Tennis-Legende am Scheideweg: Djokovic vor Karriereende?
EPA/James Ross
3 Min. Lesezeit |

Ein unerwarteter Tiefschlag für Djokovic: Drei Niederlagen in Folge, darunter ein Erstrundenaus gegen einen „Lucky Loser“. Doch das Kapitel ist noch lange nicht geschlossen.

Novak Djokovic, die serbische Tennislegende, steht inmitten einer ungewohnten Krise, da er zum ersten Mal seit 2018 drei aufeinanderfolgende Spiele verloren hat. Den Auftakt dieser Negativserie machte ein überraschendes Erstrundenaus bei Indian Wells, als er dem niederländischen „Lucky Loser“ Botic van de Zandschulp unterlag. Zuvor musste sich Djokovic in Doha gegen Matteo Berrettini geschlagen geben und bei den Australian Open aufgrund einer Verletzung im Duell gegen Alexander Zverev aufgeben.

Analyse von Kratochvil

Auf dem Portal 20min.ch liefert der Tennisexperte Michel Kratochvil eine tiefgehende Analyse der aktuellen Situation von Djokovic. Er hebt hervor, dass der Serbe weniger Turniere spielt, was ihm die dringend benötigte Matchpraxis raubt. Kratochvil ist der Meinung, dass Djokovic ein gewisses Losglück bräuchte, um wieder einen Grand-Slam-Titel zu ergattern. Nach seiner Niederlage in Indian Wells gab Djokovic selbst zu: „Ich bedauere mein Tennisniveau.“

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Karriereende in Sicht?

Kratochvil skizziert, dass Djokovic zwar weiterhin aktiv ist, aber seine glorreiche Karriere allmählich ihrem Ende entgegengeht. Er erklärt: „Es ist schon eine Karriere, die langsam zu Ende geht.“ Der Experte merkt an, dass erfahrene Spieler wie Djokovic am Ende ihrer Laufbahn oft den Fokus auf die wichtigsten Turniere legen. Allerdings sei auch für einen Spieler von Djokovic‘ Kaliber eine gewisse Anzahl an Spielen notwendig, um in Bestform zu bleiben, eine Herausforderung, die durch seine Teilnahme an lediglich zwölf Turnieren in der letzten Saison verschärft wird. „Es geht darum, die Balance zu finden. Wenn du weniger Spiele spielst, fehlt dir auch als erfahrener Spieler die Matchpraxis“, so Kratochvil. Er betont, dass auch erfahrene Athleten unter fehlender Spielpraxis leiden können und dass der Körper im Alter anfälliger für den Turnierstress wird.

Obwohl Djokovic im letzten Jahr nicht nach dem möglichen Gewinn der Olympischen Spiele in Paris zurücktrat, sieht Kratochvil darin keinen verpassten Moment. Er argumentiert, dass Spieler so lange weitermachen sollten, wie ihr Körper es erlaubt und sie Freude am Sport haben. Djokovic habe immer noch die Fähigkeit, jeden Gegner in einem Match zu schlagen, inklusive der aufstrebenden Stars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Die Herausforderung, beide in einem Turnier zu besiegen, sei jedoch größer geworden, wie die Australian Open bewiesen. „Vielleicht will Djokovic es den Jungen noch einmal zeigen und dann aufhören. Das kann ein Ansporn sein“, spekuliert Kratochvil.

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten betrachtet Kratochvil Djokovic weiterhin als einen der Hauptanwärter bei großen Turnieren, gemeinsam mit Sinner, Alcaraz und Zverev. Der Experte sieht derzeit keinen Außenseiter, der bei den Grand Slams für eine Überraschung sorgen könnte. „Der Generationenfight ist eine Bereicherung für den Sport“, kommentiert der Berner.

Die zentrale Frage bleibt: „Ist seine Zeit vorbei?“ Djokovic bräuchte möglicherweise etwas Losglück, um nochmals einen Grand Slam zu gewinnen.

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KO KOSMO-Redaktion
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