Jannik Sinner, die Nummer eins der Weltrangliste, hat sich trotz anhaltender Ellbogenbeschwerden einen Platz im Wimbledon-Halbfinale gesichert und trifft dort am Freitag auf Novak Djokovic.
Der 23-jährige Italiener, der sich zu Wochenbeginn am Ellbogen verletzte, gibt sich kämpferisch: „Ich werde zu 100 Prozent fit sein.“ Sinner war im ersten Spiel seines Achtelfinales gegen Grigor Dimitrov gestürzt und benötigte medizinische Betreuung. Trotz eines Zwei-Satz-Rückstands kam er weiter, als Dimitrov verletzungsbedingt aufgeben musste.
Am Dienstag absolvierte der Weltranglistenerste nur ein leichtes Training und trat mit einem Verband am Schlagarm zum Viertelfinale gegen Shelton an. Sein Unbehagen war deutlich zu erkennen, als er nach einem kraftvollen Aufschlag seines Gegners das Gesicht verzog. „Die Schmerzen werden besser“, erklärte Sinner gegenüber BBC Sport. „Ich habe heute mit Schmerzmitteln gespielt, die mir geholfen haben, durchzuhalten.“
Trotz seiner Ellbogenprobleme zeigte Sinner im Viertelfinale gegen Ben Shelton keine spürbaren spielerischen Einschränkungen und gewann souverän in drei Sätzen. Nach der Partie bestätigte auch die internationale Tennisberichterstattung, dass der Weltranglistenerste die Schmerzen gut unter Kontrolle hatte und sich nach dem Sturz im Achtelfinale schnell erholte.
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Vorsichtsmaßnahmen
Um ein erneutes Ausrutschen zu vermeiden, entschied sich Sinner für neues Schuhwerk. „Ich habe mit komplett neuen Schuhen gespielt, um mehr Grip zu haben“, verriet er nach seinem Erfolg gegen Shelton. Auch Djokovic, der Flavio Cobolli in vier Sätzen bezwang, musste einen Sturz verkraften. „Es gibt durchaus Grund zur Sorge, aber wir werden in den nächsten 24 bis 48 Stunden sehen“, gab der Routinier zu Protokoll.
Djokovic-Duell
Djokovic, der seinen 25. Grand-Slam-Einzeltitel anstrebt, unterlag Sinner vor fünf Wochen im Halbfinale der French Open. Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon trafen die beiden bereits zweimal aufeinander – mit jeweils besserem Ende für den Serben. Allerdings hat Sinner die letzten vier direkten Duelle für sich entschieden. „Novak und ich kennen uns mittlerweile sehr gut, weil wir schon oft gegeneinander angetreten sind“, sagte der Italiener. „Hier in Wimbledon konnte ich ihn allerdings noch nie bezwingen.“
Mit seiner 14. Halbfinalteilnahme im Wimbledon-Herreneinzel hat Djokovic einen neuen Rekord aufgestellt. „Ich konzentriere mich jetzt voll auf meine Regeneration“, betonte der Serbe.
„Hoffentlich kann ich mein bestes Tennis zeigen und mit ihm mithalten, denn gegen Jannik wird nichts anderes reichen.“
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