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Gewalt

Terror Miliz befestigt Sprengstoffgürtel an Babys

Terror Miliz befestigt Sprengstoffgürtel an Babys
(FOTO: EPA/RASHID IQBAL)
2 Min. Lesezeit |

Die Gewalt gegen Kinder innerhalb islamistischer Terrorvereinigungen erreicht alarmierende Ausmaße. In einem beispiellosen Akt der Brutalität haben Extremisten der islamischen Miliz ADF Sprengstoffgürtel an Zwillingsbabys angelegt, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen.

Eine erschütternde Tat. „Die Babys wurden von Sprengstoffspezialisten in der Provinz Nordkivu gerettet. Sie waren stark unterernährt, aber sind inzwischen wohlauf“, berichtete Grant Leaity, Vertreter des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF. Die Familie der Kinder fiel jedoch den brutalen Kämpfern der ADF zum Opfer. Der Sprengstoff sollte detonieren, wenn Menschen zur Hilfe eilen. Ein grausamer Plan, den man vereiteln konnte.

Terror im Kongo

Die Lage im Kongo: Leaity zeichnet ein düsteres Bild der Situation im Kongo. „Gewalt gegen Kinder hat ein beispielloses Niveau erreicht“, warnt er. Das Land hat die höchste Zahl an schweren Vergehen an Kindern in bewaffneten Konflikten. „Kinder werden vergewaltigt, getötet und entführt, andere zum Waffendienst gezwungen.“, erzählt Leaity.

Die erschreckenden Zahlen

Allein in der Region Nordkivu dokumentiert Unicef 38.000 Fälle von Missbrauch – ein Anstieg von fast 40 Prozent im Vergleich zu vor zwei Jahren. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Im Osten des Landes sind 2,8 Millionen Minderjährige mit ihren Familien auf der Flucht, Hunderttausende sind lebensgefährlich krank.

Dringende Unterstützung

„Während die Welt wegschaut, lassen wir die Kinder der Demokratischen Republik Kongo im Stich“, sagt Leaity. Unicef benötigt dringend 400 Millionen Dollar, um die Familien im Osten des Landes zu unterstützen. Doch die Spenden fließen nur spärlich.

Inmitten des Schreckens gibt es Hoffnung. Die geretteten Babys werden in einer Einrichtung betreut, die Adoptiveltern für sie sucht.

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KO KOSMO-Redaktion
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