Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Terrorismus

Oberösterreich: DSN enttarnt radikal-islamistische Zelle

Oberösterreich: DSN enttarnt radikal-islamistische Zelle
Symbolfoto. FOTO: iStock/tanyss
2 Min. Lesezeit |

In Oberösterreich hat die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) eine radikal-islamistische Gruppe mit zehn Mitgliedern enttarnt. Darunter neun Männer und eine Frau. Diese Gruppe wird verdächtigt, enge Verbindungen zu den Terrororganisationen ‚Islamischer Staat‘ (IS) und ‚Emirat Kaukasus‘ zu haben, während die Ermittlungen noch im Gange sind.

Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hat eine Gruppe von zehn radikal-islamistischen Individuen in Linz-Land enttarnt. Die Gruppe, bestehend aus neun Männern und einer Frau im Alter von 15 bis 23 Jahren. Die Personen werden verdächtigt, sich aktiv für die berüchtigten Terrororganisationen „Islamischer Staat“ (IS) und „Emirat Kaukasus“ engagiert zu haben. Sie sind alle in Österreich ansässig und stammen aus einem vielfältigen Spektrum von Ländern, einschließlich Österreich selbst, der Türkei, dem Irak, der Russischen Föderation und Kroatien, während einige staatenlos sind.

Werbung und Pläne

Zu den Verdächtigen gehört ein 18-jähriger Mann, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Es ist jedoch unklar, ob er als Anführer der Gruppe fungierte oder ob seine Rolle eine andere war. Die Gruppe soll nicht nur für die genannten Terrororganisationen geworben haben, sondern auch Pläne geschmiedet haben, einen Gebetsraum einzurichten, der von einer IS-Flagge geziert werden sollte.

Hausdurchsuchungen

Die DSN führte Anfang Juli eine Reihe von Hausdurchsuchungen durch, bei denen eine beträchtliche Menge an Material sichergestellt wurde. Dazu gehörten Dutzende von Handys, Laptops, PCs und andere Datenträger sowie eine Menge an Propagandamaterial.

IS-Graffiti

Zusätzlich wird der Gruppe vorgeworfen, einen 19-Jährigen angestiftet zu haben, der in St. Pölten IS-Graffiti aufgesprüht und weitere Sachbeschädigungen begangen hat. Dieser 19-Jährige wurde mittlerweile zu einer teilbedingten Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt, die allerdings noch nicht rechtskräftig ist.

Terrorverdacht: Nordmazedonier in St. Pölten festgenommen

Die Untersuchungen gegen die Verdächtigen laufen derzeit noch. Ihnen wird der Verdacht der kriminellen und terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Der Verfassungsschutz hat sich bislang noch nicht zu Details geäußert, was darauf hinweist, dass die Ermittlungen noch im Gange sind und aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine weiteren Informationen preisgegeben werden.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen