Acht Minuten im Dienst, ein Treffer: Drogenfahnder erwischten einen Spanier mit Kokain auf dem Oktoberfest. Die Konsequenz trifft ihn mit voller Härte.
Drogenfahnder auf dem Oktoberfest erwischten einen 56-jährigen Spanier auf frischer Tat, als dieser ein transparentes Plastikpäckchen mit weißem Pulver hervorholte und sich anschickte, die Substanz durch die Nase zu konsumieren. Die Beamten, die zu diesem Zeitpunkt erst acht Minuten im Dienst waren, hatten den Mann bereits unter Beobachtung. Der Festgenommene wurde umgehend zur Wiesnwache (Polizeistation auf dem Oktoberfest) gebracht, wo seine Identität festgestellt und das sichergestellte Kokain gewogen wurde. Die Menge von 1,17 Gramm reicht nach Einschätzung des leitenden Ermittlers für „mindestens fünf Nasen“.
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Teure Konsequenzen
In Bayern werden Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz besonders rigoros verfolgt. Personen ohne Wohnsitz in Deutschland müssen eine Sicherheitsleistung hinterlegen, da sie für ein späteres Strafverfahren im Ausland schwer greifbar sind. Der spanische Staatsbürger, der nach eigenen Angaben monatlich 20.000 Euro verdient, wurde mit einer Strafzahlung von 40.000 Euro belegt. Diese Summe wird von Bayerns Justiz besonders bei ausländischen Tatverdächtigen konsequent eingefordert, um die spätere Strafverfolgung zu sichern. Aufgrund seines erreichten Tageslimits konnte er zunächst nur 10.000 Euro begleichen. Die restlichen 30.000 Euro werden fällig, sobald er Post von der Staatsanwaltschaft München I erhält.
Ein Polizeibeamter kommentierte den Vorfall mit den Worten: „Das war bestimmt die teuerste Line seines Lebens“.
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Wiesn-Bilanz
Die Bilanz der Drogendelikte auf der Münchner Wiesn 2025 beläuft sich bislang auf 86 angezeigte Fälle, wobei Kokain die am häufigsten konfiszierte Substanz darstellt. Die Drogenfahnder setzen ihre Bemühungen fort, um ein drogenfreies Festgelände zu gewährleisten.