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Tierrettung

Todeskälte am Berg: Dramatische Rettung von ausgesetzten Katzen

Todeskälte am Berg: Dramatische Rettung von ausgesetzten Katzen
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Vier ausgesetzte Katzen auf der Spielbergalm wurden in einer dramatischen Rettungsaktion vor dem Kältetod bewahrt. Die Pfotenhilfe warnt vor einem verbreiteten Problem.

Nach einer ersten Rettungsaktion am vergangenen Samstag, bei der Pfotenhilfe-Leiterin Johanna Stadler zwei verlassene Kater von der Spielbergalm in Sicherheit brachte, wurden am Montag zwei weitere Katzen in derselben Region gesichtet. Am Mittwoch unternahmen Stadler und ihr Ehemann eine erneute Bergtour, diesmal mit Unterstützung ihres Hundes „Campari“. Die Mission war erfolgreich – beide Katzen konnten gerettet werden. Laut Pfotenhilfe zeigten sich die gefundenen Tiere, ein Kater und eine Katze, ausgehungert und sichtlich erleichtert, der Kälte entkommen zu sein.

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Tierschutz auf Almen

„Katzen sind keine Wildtiere“, betont Stadler mit Nachdruck. „Wenn jemand meint, dass es ‚eh schön‘ sei da oben am Berg bei Minusgraden zu übernachten, soll er es bitte ausprobieren. Es gibt hierzulande ein Tierschutzgesetz, das die Haltung von Katzen genau regelt und auch die Kastration vorschreibt. Wir werden jedenfalls nächsten Sommer genauestens darauf achten, ob sich auf der Spielbergalm erneut so ein Drama anbahnt.

Wir appellieren an Wanderer in ganz Österreich, solche Beobachtungen zu melden. Aber auch Almhüttenwirte sind aufgefordert, sich bei uns oder der Veterinärbehörde rechtzeitig vor der Schließung zu melden, wenn ihnen Katzen zulaufen.“

Behördliche Unterstützung

Rückmeldungen in sozialen Netzwerken deuten darauf hin, dass die Aussetzung von Haustieren in Almgebieten kein Einzelfall ist. Neben Katzen werden offenbar auch Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen nach Saisonende zurückgelassen. Die jüngste Rettungsaktion der Pfotenhilfe stieß nicht nur auf Zuspruch. Stadler erklärt: „Weil neben tausenden Menschen, die sich in den sozialen Medien dankbar gezeigt haben, auch ein paar Unwissende die Rettungsaktion kritisiert und uns angefeindet und sogar mit der Zerstörung der Fallen gedroht hatten, haben wir die BH Hallein darüber und über die neuerliche Sichtung informiert und am Dienstag einen schriftlichen Behördenauftrag bekommen.“

Die Pfotenhilfe setzt sich weiterhin für den Schutz ausgesetzter Tiere ein.

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KO KOSMO-Redaktion
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