Dramatischer Weihnachtsmorgen am höchsten Berg Afrikas: Ein Rettungshubschrauber stürzte am Kilimandscharo ab und riss fünf Menschen in den Tod – darunter zwei junge Mediziner.
Ein Hubschrauberabsturz am Kilimandscharo forderte am Heiligabend fünf Todesopfer. Wie die tansanische Luftfahrtbehörde bekannt gab, verunglückte der Helikopter während eines Rettungseinsatzes in der Nähe des Barafu-Basislagers auf rund 4.700 Metern Höhe. Unter den Verstorbenen befinden sich zwei tschechische Ärzte. Alle Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Untersuchungen zur Absturzursache laufen derzeit.
Unglückshergang
Laut dem örtlichen Polizeikommandanten Simon Maigawa setzte die Gruppe gegen 11.30 Uhr einen Notruf aus der Umgebung des Barafu-Camps ab. Ein daraufhin entsandter Rettungshubschrauber geriet in der Höhe außer Kontrolle und stürzte auf einen Wanderpfad. Mehrere Touristen wurden Augenzeugen des Unglücks.
Bei den Verunglückten handelt es sich um den simbabwischen Piloten, zwei 30-jährige tschechische Zahnmediziner, einen Bergführer sowie einen Arzt. Die tansanische Nationalparkverwaltung bestätigte die Identität der verunglückten Urlauber. Nationalpark-Sprecher Musa Kuji sagte: „Es war eine normale Tour zur Bergbesteigung. Bevor sie diese beenden konnten, kam es zu dem Unglück.“
Sicherheitsbedenken
Der Kilimandscharo gilt mit seinen 5.895 Metern als höchster Berg Afrikas und zieht zahlreiche Wanderer und Alpinisten an. Die Europäische Union verhängte im Juni ein Flugverbot gegen sämtliche tansanische Luftfahrtunternehmen nach mehreren Unglücksfällen.
So kamen etwa 2022 beim Absturz eines Flugzeugs in den Victoriasee 19 Menschen ums Leben.