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Rettung gescheitert

Traurige Gewissheit nach Tracker-Fund: Toter Wal vor der Küste ist Timmy

Traurige Gewissheit nach Tracker-Fund: Toter Wal vor der Küste ist Timmy
FOTO: EPA/SELIM SUDHEIMER
2 Min. Lesezeit |

Timmys Reise endet mit einer traurigen Gewissheit – und hinterlässt Millionen Menschen weltweit in tiefer Bestürzung.

Vor der dänischen Insel Anholt bietet sich ein erschütterndes Bild: Der leblose Körper eines Buckelwals treibt im Wasser, von Möwen bereits gezeichnet. Seit Samstagnachmittag steht fest, dass es sich bei dem Tier um Timmy handelt – jenen Wal, dessen Schicksal weltweit Millionen von Menschen bewegt hat.

Die Bestätigung kam von der dänischen Umweltschutzbehörde sowie von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Ausschlaggebend war ein Tracker, der an dem Tier gefunden wurde. Taucher der dänischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen sowie eine deutsche Tierärztin hatten das Tier am Samstag erneut untersucht und waren dabei auch unter den Wal getaucht.

Tracker entscheidet

Noch am Freitag hatte die Behörde mitgeteilt, kein Sendegerät an dem Tier entdeckt zu haben. Morten Abildstrom von der Behörde erläuterte später, warum der an der Rückenflosse befestigte Sender zunächst nicht aufgefunden werden konnte: Der tote Wal hatte zunächst auf der Seite gelegen und war inzwischen auf den Rücken gedreht. Erst die neuerliche Untersuchung brachte die endgültige Gewissheit.

Damit ist das traurige Ende der Rettungsaktion besiegelt. Timmy war mehrfach an den Küsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandet, bevor ihn eine private Initiative mithilfe eines Lastkahns ins offene Meer brachte und am 2. Mai rund 70 Kilometer vor Skagen im Skagerrak freiließ. Was nach seiner Freilassung mit dem Wal geschah, blieb zunächst ungeklärt.

Politischer Nachklang

Tagelang hatte Timmys Tracker kein Signal mehr gesendet, jede Spur von ihm fehlte. Parallel dazu warf die CDU Umweltminister Backhaus vor, den Fall Timmy für Wahlkampfzwecke instrumentalisiert zu haben.

„Viele Menschen haben großen Anteil an dem Schicksal des Tieres genommen und gehofft, dass es gelingen würde, den Wal wieder in die Freiheit zu entlassen. Auch ich habe diese Hoffnung geteilt“, erklärte Backhaus zum Tod des Wals.

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KO KOSMO-Redaktion
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