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Sicherheitsüberprüfung

Trump stoppt Asylverfahren nach Attentat: “Wir wollen diese Leute nicht

Trump Attentat
FOTO: EPA/WILL OLIVER/JIM LO SCALZO

Nach dem Schusswaffenangriff auf zwei Nationalgardisten im Zentrum von Washington D.C. hat die US-Regierung einen umfassenden Stopp aller Asylverfahren auf unbestimmte Zeit verhängt. Der unter Mordverdacht stehende 29-jährige Afghane wurde bereits festgenommen. Die Hintergründe der Tat, bei der eine 20-jährige Nationalgardistin tödlich verletzt wurde, sind noch nicht geklärt.

Während eines Fluges in der Air Force One verkündete US-Präsident Donald Trump, dass die Aussetzung der Asylverfahren von langer Dauer sein werde. “Wir wollen diese Leute nicht”, betonte Trump und stellte klar, dass für diese Maßnahme “kein Zeitlimit” existiere.

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Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

Joseph Edlow, Leiter der US-Einwanderungsbehörde USCIS, begründete die Aussetzung sämtlicher Asylentscheidungen mit der Notwendigkeit umfassenderer Sicherheitsüberprüfungen für ausländische Staatsangehörige. Parallel dazu kündigte die Behörde an, Inhaber dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen aus 19 Staaten – darunter Iran, Kuba, Venezuela, Haiti, Eritrea, Burundi, Tschad und Myanmar – einer Überprüfung zu unterziehen.

Außenminister Marco Rubio gab bekannt, dass die Vereinigten Staaten vorläufig keine Visa mehr an Personen mit afghanischem Pass ausstellen. Medienberichten zufolge war der mutmaßliche Attentäter 2021 nach dem US-Truppenabzug aus Afghanistan im Rahmen eines speziellen Aufnahmeprogramms in die USA gekommen, da er in seinem Heimatland mit dem US-Auslandsgeheimdienst CIA und anderen Regierungsstellen kooperiert hatte.

Radikalisierung in USA

Sein Asylantrag aus dem Jahr 2024 wurde demnach im April 2025 – bereits während der Amtszeit Trumps – bewilligt. Seine Radikalisierung soll erst nach seiner Einreise in die USA erfolgt sein.

Heimatschutzministerin Kristi Noem erklärte in Fernsehinterviews, der Tatverdächtige habe bereits im Bundesstaat Washington gelebt, als er extremistische Ansichten entwickelte. “Wir glauben, dass er radikalisiert wurde, seit er hier in diesem Land ist”, sagte Noem gegenüber NBC News.

“Wir glauben, dass dies durch Verbindungen in seiner Heimatgemeinde und seinem Bundesstaat geschah, und wir werden weiterhin mit denjenigen sprechen, die mit ihm zu tun hatten, die seine Familienmitglieder waren.”