Donald Trump plant, den Ukraine-Konflikt durch territoriale Zugeständnisse und eine Pufferzone schnell zu beenden, was in Kiew Besorgnis auslöst. Seine Strategie, die auch einen NATO-Ausschluss für die Ukraine vorsieht, könnte die internationalen Beziehungen stark belasten.

Donald Trump hat sich vorgenommen, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine innerhalb von 24 Stunden zu beenden. Doch die Strategie, die den Konflikt beilegen soll, weckt bedeutende Besorgnis in Kiew.
Einfrieren der Frontlinien
Laut Berichten der „Daily Mail“ sieht Trumps Plan vor, die aktuellen Frontlinien zu stabilisieren. Dann sollen umfangreiche territoriale Zugeständnisse von der Ukraine folgen. Diese umfassen unter anderem die Krim und den Donbas – Regionen, die derzeit unter russischer Kontrolle stehen. Russland hält etwa 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets. Vorgesehen ist zudem die Einrichtung einer etwa 1200 Kilometer langen demilitarisierten Pufferzone. Die Frage, welche Einheiten diese Zone überwachen werden, bleibt offen, jedoch ist der Einsatz US-amerikanischer Truppen ausgeschlossen.
Taktik und NATO-Beitritt
Zusätzlich berichtet das „Wall Street Journal“ über Trumps Plan, die Ukraine an den Verhandlungstisch zu zwingen, indem er die US-amerikanischen Waffenlieferungen einschränkt. Ein weiterer Punkt der Strategie sieht vor, der Ukraine für 20 Jahre einen NATO-Beitritt zu untersagen, während die USA im Gegenzug weiterhin Waffen liefern würden. Für den Wiederaufbau der Ukraine sollen die europäischen Staaten die Hauptverantwortung tragen. Dieser Vorschlag findet Unterstützung von Trumps Vize JD Vance und könnte Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Partnern zur Folge haben.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der einer der Ersten war, Trump zu seinem Wahlsieg zu gratulieren, äußerte in diesem Kontext seine Unterstützung für eine US-amerikanische Außenpolitik, die auf das Prinzip „Frieden durch Stärke“ baut. Selenskyj hatte Trump im September in New York getroffen, wo Trump seine engen Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin betonte.